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Am Sonnabend, dem 8. Mai, feierten die Konfirmanden des
Jahrganges 1939 den 65. Jahrestag Ihrer Konfirmation.
Feste soll man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen und ein
Konfirmationsjubiläum gehört natürlich in die Kirche. Und so freute sich
Pfr. Reuther, fünfzehn (von ehemals 115) Jubelkonfirmanden in einem
Gottesdienst einsegnen und den „Eisernen“ ihre
„Konfirmationsurkunde“ überreichen zu können.
Im Gottesdienst wurde auch der bereits verstorbenen Mitkonfirmanden
gedacht – 22 von ihnen wurden schon bald, in den nachfolgenden Jahren,
Opfer des 2. Weltkrieges – und am Grab eines ehemaligen Mitkonfirmanden,
der sich immer in besonderer Weise um die Jubiläumstreffen bemüht hatte,
wurde ein Blumenschmuck niedergelegt.

Der Weg zur Kaffeetafel in der „Hutzelhöhe“ führte über
den Friedhof und jedem wurde hier bewußt, wie schnell das Leben im Grunde
vorübergeht und wie sehr sich die Wichtigkeit so mancher Dinge im Laufe
eines Lebens doch verändert und dass im Grunde ein jeder Tag, den man
gesund erleben darf, bereits einen Grund für Dankbarkeit ist.
In der Ansprache eines Jubilars aus Ruhla erfuhren wir, dass dieses
Treffen doch schon seit vielen Wochen vorbereitet wurde, dass man aber,
angesichts des „kleinen Häufleins“ verbliebener Konfirmanden, die Kirche
zunächst nicht bemühen wollte.
Wir als Kirchgemeinde freuen uns aber, angesprochen worden zu sein und
möchten auch ermuntern, die Kirche für solche kirchlichen Jubiläen ruhig
„in Anspruch“ zu nehmen.
Selten genug hat man in unserer hektischen Zeit Gelegenheit und Anlaß,
einmal ruhig zu werden und inne zu halten und den vielleicht wirklich
wichtigen Dingen Zeit zu geben, sich einen Platz in der eigenen Seele zu
erobern.
(gekürzt nach Apa)
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