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Das
diesjährige Gemeindefest in der Concordiakirche bot ein vielseitiges
Programm im Pfarrhaus, im Garten und in und um unsere Kirche. Eröffnet
wurde es mir einem Gottesdienst, an dem sich der Gebetskreis der Gemeinde
und die Konfirmandengruppe beteiligt hatten.
Anschließend konnte man sich dank zahlreicher fleißiger Bäcker, die ihre
Werke gespendet hatten, aus einem reichhaltigen Kuchenangebot beim
gemeinsamen Kaffeetrinken stärken.
Während
im Kirchenschiff das Steinequiz von Herrn Schuhmann, das lustige
Kräuterquiz von Ilse Böttinger und das von Herrn Martin Kahlert
ausgearbeitete Quiz für versierte Rühler-Fachleute für Unterhaltung
sorgten, konnten die jüngeren Festbesucher draußen oder drinnen
verschiedene Angebote wahrnehmen.
Da
gab es zum Beispiel eine kleine Motorradtour auf dem Soziussitz der Pfarrerschen Honda und Frau Silke Hütter hatte sich sicherheitshalber auf
die 4 Räder ihres Quads verlassen, mit dem sie begeisterte Mitfahrer auf
ihre Runden mitnahm – bestimmt ein „Highlight“ des Festes, wie die
Schlange der geduldig auf das kleine Abenteuer Wartenden zeigte.
Im Garten gab es etwas für die Händ‘ und die Füß‘ zu tun: Vater und Sohn
Seyfried paßten auf, dass die Torwand und der Korbball fein getroffen
wurden und verteilten für die Teilnahme Unterschriften, denn alle
Aktivitäten wurden mit einer Unterschrift belohnt und der fleißige Sammler
erhielt ein Freilos für die Tombola.
Im Pfarrhaus gab es ganz viele Spiele für die kleineren, damit es
ihnen auch jaa nicht langweilig wurde – dafür hatte Frau Kutter mit ihren
lieben Helferinnen und ganz viel Phantasie gesorgt.
Eine „GM“ -
Gemeinde – Tischfußball – Meisterschaft! - hatten die
Konfirmanden organisiert, da gab es für drei Altersgruppen sehr originelle
und sehr schwergewichtige Pokale zu gewinnen, aber was ein echter (Tisch-)Fußballstar
ist, schleppt so ein Ding locker weg.
Oben in der Kirche tobte inzwischen die Auslosung der unzähligen Gewinne
(wir haben es tatsächlich nicht geschafft, die genaue Zahl der gestifteten
Gewinne zu bestimmen!!) - am meisten Beifall erntete dabei die Ausgabe
eines ganz besonderen Hauptgewinns: der große, von Frau Söll
handgearbeitete Brummbär – eine Kostbarkeit in unserer Zeit – wurde an den
kleinsten Anwesenden verlost: ein kleines Mädchen war der Gewinner und
konnte kaum die Arme um den Teddy schlingen und verbarg vor Freude sein
Gesicht im dichten Fell des Teddys.
Nachdem man sich mit einer Grillwurst gestärkt und eine Grundlage
geschaffen hatte ging man nun zum musikalisch-gemütlichen Teil des Abends
über: Die Gruppe „Friends Of LimericK“ spielte Irish Folk vom Feinsten und
zwar gleichzeitig als Konzert und als Stimmungträger.
Die Winkelkirche machte es möglich, dass im Südschiff sich diejenigen
einfinden konnten, die sich die Musik in Ruhe anhören wollten und im
Westschiff die bewegungsfreudigen und durstigen, die ihre Stimmung auch
mal durch einen Kommentar oder durch gemeinsames Klatschen ausdrücken und
miteinander teilen wollten. Dadurch, dass die Türen zwischen den beiden
Flügeln weit geöffnet wurden, wurden die Räumlichkeiten beiden Arten von
Ansprüchen gerecht. Im Westschiff herrschte also eher ausgelassene
Stimmung, die Kinder mochten gar nicht aufhören zu tanzen und die
Erwachsenen nicht mit anfeuerndem Klatschen.
Für dieses Gemeindefest hat es
viele Helfer und Mitwirkende
gegeben, nicht zu sprechen von den vielen Spenden, die gegeben wurden.
Sogar das Wetter half mit, indem es mal für ein paar Stunden nicht
regnete. Wir sind sehr dankbar, dass es ein schönes Fest wurde, das auch
gut angenommen worden ist. Dankbarkeit und Freude sehen wir als einen
Ertrag dieses Festes.
Natürlich hat es auch einen materiellen Ertrag gegeben: 748 € Bareinnahmen
konnten erlöst werden für den restlichen Innenausbau nach der
Dachsanierung, dessen Ende jetzt schon fast abzusehen ist, nicht zuletzt
aufgrund der Spendefreudigkeit der Ruhlaer Bürger.
Wir möchten die Räume unserer Kirche erhalten und nutzen und sehen unsere
Verantwortlichkeit darin, herauszufinden, was wir darin anbieten können
für Menschen, denen in dieser Zeit immer stärker bewußt wird, wozu der
Versuch, immer mehr materielles zu erreichen, letztenendes führt: Zu
Enttäuschung, dem Gefühl, zurückgesetzt zu sein, bei jungen Leuten oft zum
Gefühl der Sinnlosigkeit und Leere.
Gerade heute, so ahnen wir, decken sich christliche Inhalte mit dem, was
die Menschen im Grunde suchen: Zuwendung und Aufmerksamkeit für andere,
den Blick wegwenden von materiellen Zielen, eine gewisse Gerechtigkeit und
Toleranz untereinander, Zuhören wollen, abgeben wollen (auf gut christlich
kurz „Nächstenliebe“ genannt).
Hier allen Menschen, wie immer sie ihre Sache mit Gott abmachen, Räume und
Ideen für Begegnungen zu geben, das könnte doch gut sein, oder?
Andrea Pawlitzki
Weitere Impressionen:
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