 |
Frauenkreis on tour
Am 5. Oktober 2004 machten sich die Frauen des Seniorenkreises zu
einer Reise nach Weißensee (Thür.) auf, um ihre
„Glaubens-Schwestern“ zu treffen. Mit von der Partie waren Frau Kutter,
die den Ruhlaer Frauenkreis leitet, und Pfarrer Reuther als Ortskundiger,
der 8 Jahre in Weißensee Pfarrer war und demzufolge die „Geheimnisse“ der
Stadt kennt.
Herrliches Wetter mit sommerlichen Temperaturen gab der HErr dazu und so
stand einem erlebnisreichen Tag nichts im Wege.
Hinein
in den Watzlaweck‘schen Kleinbus und los ging‘s. Die 100 Kilometer hatten
wir bald hinter uns gebracht und so war sogar noch Zeit, einen kurzen
Abstecher in die Diakonie-Sozial- und Kurzzeitpflegestation in Weißensee
zu machen. Diese Station hat die Kirchgemeinde Weißensee kurz nach der
Wende gebaut und sie arbeitet seitdem sehr zur Freude der Patienten, auch
wenn Umstrukturierungsmaßnahmen in späteren Jahren einen Teil des
Leistungsspektrums zur Enttäuschung der Mitarbeiterinnen abkoppelten.
Neues ist eben nicht unbedingt auch immer besser...
Nach diesen ersten Eindrücken verlangte der Körper nach Stärkung und es
zog uns ins „Pfortenstübchen“, wo man trotz Ruhetag extra für uns öffnete!
Und es hat trefflich gemundet.
Bevor
wir uns mit den Frauen aus Weißensee trafen, blieb genügend Zeit, um die
romanische Stadtkirche St. Peter und Paul am Markt zu besuchen.
Die
große Kirche ist sehr beeindruckend und immer eine Reise wert, auch wenn
darin noch viel zu tun ist. Eine Führung brachte Licht in Geschichte und
Baugeschichte der Kirche. Unsere Gruppe war sehr angetan von der schönen
(kaputten) Kirche und die Zeit verging im Flug, so daß wir uns sputen
mussten, zum vereinbarten Treffpunkt im Gemeindezentrum der Kirchgemeinde
zu kommen. Das Gemeindezentrum befindet sich in der zweiten romanischen
Kirche der Stadt, die in viel besserem Zustand ist.
Es
war ein fröhlicher Nachmittag, bei dem viel erzählt und gesungen wurde.
Der Ortspfarrer eröffnete mit einer Andacht und nach dem anschließenden
Kaffeetrinken erfuhren wir Interessantes aus der dortigen Regional-
gemeinde, die aus 12 einzelnen Ortsgemeinden entstanden ist. Frau
Kutter stellte anschließend nicht nur unsere Gemeinde vor, sondern las
auch die berühmte Sage vom Landgrafen vor.
So
informiert, lies sich gut gemeinsam singen und plaudern, in alten
Erinnerungen mit dem einstigen Pfarrer schwelgen – und wieder verging die
Zeit wie im Fluge. Gerade noch ein gutes halbes Stündchen blieb bis zur
Abfahrt. Bei dem herrlich warmen Wetter erging man sich noch ein wenig in
der Stadt, die sich auch langsam heraus macht und jederzeit eine Reise
wert ist.
Schon
fast zur Abfahrt bereit, erging der Ruf: hier kann man doch im Ratskeller
das berühmte Weißenseer Bier kaufen, das nach dem ältesten Reinheitsgebot
Deutschlands gebraut wird! Die Chance musste genutzt werden!
Schließlich
„schwer bepackt“ in den Bus geklettert, konnte die Reise losgehen.
Wir fuhren in einen wunderschönen Abend mit einem herrlichen
Sonnenuntergang über den „Drei Gleichen“ hinein. Ein froher Tag ging
seinem Ende zu.
Nun hoffen wir auf den Besuch der Frauen von Weißensee, an die unsere
Gegeneinladung erging.
Pfarrer Reuther

|
 |