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Zu Besuch bei der Partnergemeinde

Hildrizhausen (bei Stuttgart), 16. – 18. April 2004


GKR HildrizhausenAuf Einladung fuhren der „Pferner“ (das ist „Rühler“, die Landessprache Smiley von Ruhla und heißt auf hochdeutsch: Pfarrer), seine Frau und die stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrates zur Partnergemeinde im Schwabenlande, damit man sich mal kennenlernt.
Und es war ein schönes Wochenende!

Wir wurden von den Gastgebern herzlich empfangen und gleich am Freitagabend trafen wir uns mit den Mitgliedern des dortigen Gemeindekirchenrates. Die Gespräche drehten sich ums gegenseitige Kennenlernen und die Zukunft unserer Gemeindepartnerschaft. Und obwohl wir uns alle zum ersten Mal sahen, war es doch eine sowohl lockere als auch intensive Atmosphäre. Das hat uns gefreut.

KircheDer abendliche Heimweg vom Gemeindehaus bescherte uns den Anblick der aus dem Mittelalter stammenden angeleuchteten Kirche.

KircheDie Kirche ist dem Heiligen Nicomedes (+ als Märtyrer nach 100 in Rom; gilt als Schüler von Petrus) geweiht und im 12. Jahrhundert entstanden. Danach hat sie einige bauliche Veränderungen erfahren. Dennoch erkennt man noch recht gut die romanische Bausubstanz. Im Inneren kann man noch die romanische Basilika nachvollziehen. Umgeben ist die Kirche von einem kleinen, stillgelegten Friedhof.

KlosterAm Sonnabend nutzten wir das schöne Wetter, um die Umgebung von Hildrizhausen kennen­zulernen. Dazu führte uns der Weg nach Tübingen-Bebenhausen, wo es eine recht reizvolle Klosteranlage zu besichtigen gibt.
Auch die Landschaft ist sehr lieblich. Allerdings blieb uns keine Zeit, an einer Führung teilzunehmen, denn der Mittagstisch winkte.

Am Nachmittag hieß es erneut aufbrechen. Diesmal führte uns der Weg zunächst in das wenige Kilometer entfernte Rohrdorf, wo eine der 5 Winkelkirchen Deutschlands steht. Indes machte sich bei uns Enttäuschung breit: das „Winkelchen“ ist kaum der Rede wert...

Kirche RohrdorfEntstanden ist es, weil die ursprünglich katholische Kirche um einen „evangelischen Anbau“ verlängert wurde. Dieser Anbau mußte jedoch in einem leichten Winkel ausgeführt werden, da das Rathaus, das einst Bestandteil einer Kommende des Johanniter-Ordens war, „im Weg stand“.
Innen ist die Kirche in den 1960er Jahren modern eingerichtet worden. Ob das gefällt? Nun, das ist Ansichtssache. Über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten.
Zu dieser Kirche hier mehr Infos !

Nach dieser „Ernüchterung“ ging es weiter nach Herrenberg, wo wir durch den Besuch der Kirche und die oberhalb liegende Burgruine ein wenig entschädigt wurden.
Die Kirche in Herrenberg wurde 1276 als Stiftskirche der Pfalzgrafen von Tübingen begonnen und 200 Jahre später in einem zweiten Bauabschnitt vollendet.
HerrenbergHeute beherbergt sie u.a. auch alte und neue Kunst(ausstellungen) und war ehemals Heimat des berühmten Altars von Jörg Rathgeb (1519). Davon befindet sich allerdings nur noch eine kleine Kopie in der Kirche. Das Original steht heute in der Staatsgalerie Stuttgart.

Nach diesem Kulturprogramm taten wohl ein wenig die Füße weh. Aber die Idee der Gastgeber, abends noch nach Stuttgart zu fahren, um den Fernsehturm zu „entern“, setzte sich durch. Und wie sich herausstellte, war es doch eine gute Idee.

Fernsehturm StuttgartDer Fernsehturm ist der erste weltweit, der in Spann-Beton-Bauweise gebaut wurde, so lernten wir. Die recht rasante Auffahrt auf den über 200m hohen Turm merkt man im Fahrstuhl kaum – auch die Abfahrt nicht Smiley – und kann also selbst von „Angsthasen“ gemeistert werden. Auch oben ist es nicht schlimm, denn es befindet sich ein sehr hoher Zaun um die offene Aussichtsplattform herum.
StuttgartSchließlich genießt man einen herrlichen Ausblick über Stuttgart, selbst bei Nacht. Dann sind es natürlich in erster Linie die Lichter, die faszinieren.

Am Sonntag feierten wir schließlich gemeinsam einen Gottesdienst in der Nicomedes-Kirche. Wie vereinbart, wurde er von den Gastgebern und den Gästen gemeinsam gestaltet.
Die Ruhlaer waren für Predigt und Fürbitten-Gebet zuständig, die Gastgeber für den Rest. Und dann haben wir noch nach Kurzabsprache am Tag zuvor zwei musikalische Einlagen eingebaut, zu denen u.a. der trommelnde Pfarrer von Kirche HildrizhausenHildrizhausen und der die Gitarre schlagende Ruhlaer Pferner hoffentlich den Ohren schmeichelnd beitrugen Smiley.

Nicht minder zum Gelingen des ganzen Wochenendes haben aber alle beigetragen, die die Begegnung mit vorbereitet und begleitet haben.

Darum allen unseren herzlichen Dank!

Fazit ist: wir werden unsere Gemeinde-Partnerschaft weiter betreiben und hoffentlich mit neuen Impulsen versehen können.