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Traditionsgemäß
fand am Pfingstmontag, 31. Mai, um 10.30 Uhr der Gottesdienst oben auf dem
Berg an der Ruhlaer Skihütte statt.
Leider schien sich die Sonne am Pfingstsonntag völlig verausgabt zu haben,
denn es war keine Spur von ihr zu sehen.
Nichtsdestoweniger hatten sich etliche Gemeindeglieder aus Ruhla, Seebach
und anderen Orten aufgemacht, um den Gottesdienst an origineller Stelle
mitzuerleben.
Nicht
allein die Betreiber der Skihütte unterstützten uns wie in jedem Jahr,
sondern auch das benachbarte Hotel zeigte sich entgegenkommend, indem man
dort darauf verzichtete, in der Zeit unseres Gottesdienstes fröhliche
Bläser-Volksmusik-Klänge aus den Lautsprechern erschallen zu lassen, wie
es ja an einem solchen Tage üblich ist.
So
stand also einer frohgemuten Gottesdienstfeier nichts im Wege.
Dank des Konfirmationsgottesdienstes in Ruhla am Tag zuvor half eine Fülle
von Blumenschmuck, den Gottesdienstbereich im Biergarten festlich zu
schmücken.
Mensch
und Tier waren versammelt – auch schauten ab und zu einmal verwunderte,
überraschte, interessierte oder irritierte Wander-Zaun-Gäste kurz vorbei
(meistens tatsächlich vorbei) – und der Posaunenchor aus
Kittelsthal blies sowohl gottesdienstrahmengestalterisch in die Posaune
und andere Blasinstrumente als auch unterstütze er kräftig den Gesang der
Unverdrossenen, die sich weder von den relativ kühlen Temperaturen (um die
13 Grad) noch von unsicheren Wetteraussichten hatten abschrecken lassen
und sich zu Fuß – eine recht beachtliche Strecke – oder im Auto auf den
Weg zu dem Ort des Geschehens gemacht hatten.
 Allein
während der Predigt tröpfelt es einmal kurz vom Himmelzelt. Woran mag das
nur gelegen haben ... ? Die Interpretation bleibt dem geneigten
Gottesdienstbesucher überlassen.

Doch war auch dies nur von kurzer Dauer und keiner mußte vorzeitig und
fluchtartig das Gelände verlassen.
Dies vollzog sich nach beendetem Gottesdienst vielmehr in geordneten
Bahnen.
Die einen zogen gen Heimat, viele aber zogen es vor, sich zunächst noch
einmal ausgiebig für den Rückweg bzw. -marsch zu stärken.
Die
Mutigen überließen sich in leichtem Nieselregen der Thüringer Bratwurst
und einem nährenden Bierchen, und solidarisierten sich damit mit dem
„Armen“, der „Freiluft-Dienst“ hatte.
Die
anderen – folglich weniger Mutigen –
zogen es vor, sich in regensichere und überdies wärmere
Gefilde im Inneren der Skihütte zurückzuziehen, und dort in nicht weniger
umsatz- fördernder Manier
ein gediegenes Mittagsmahl einzunehmen.
Dies sollte sich als durchaus richtige Entscheidung herausstellen, denn
während man das Mittagsmahl genoß, ging draußen ein rechter Regen nieder,
der schließlich wieder in Sonnenschein überging.
So
konnten alle wohl gesättigt und regenfrei von dannen ziehen und Platz
machen für all die mehr oder weniger müden und/oder benäßten Wanderer, die
es gleichfalls gewagt hatten, die Füße vor die Tür zu setzen.
Na, dann bis zum nächsten Jahr!
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