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„Der erste Mensch“
Der erste Mensch ist bei uns Adam, in Ghana ein Häuptling. Die ghanesische
Version des biblischen Motivs konnte man am vergangenen Samstag in der
Winkelkirche erleben.
Die
Reihe „Kultur im Winkel“ erlaubte dieses Mal einen Blick auf eine völlig
andere Kultur. 17 junge Schüler aus Ghana (Afrika) besuchten auf ihrer
Deutschlandtournee Ruhla. Ihr Interesse ist es, ihre eigene Kultur kennen
zu lernen und zu bewahren, indem sie die Tänze und die Musik der Tradition
ihres Landes zunächst selber erlernen und schließlich aufführen. Auf einer
mehrere Monate dauernden Deutschlandreise zeigen sie in Workshops und
Aufführungen Kindergartenkindern, großen und kleinen Schülern,
Kirchengemeinden bis hin zu Auftritten auf Kirchentagen ihr Können und
verbreiten dabei viel Fröhlichkeit und die Atmosphäre ihres Landes.
„Es ist eben nicht immer nur so, dass wir Afrika helfen und Geld geben
sollen, nein, hier kommen Menschen aus Afrika auch mal hierher und bringen
etwas mit!“ sagt Angela Schmalstieg, die sich seit Jahren ehrenamtlich
um das deutsche Tourneeprogramm der Gruppe, die in ihrem Land den Rang von
Profis hat, bemüht und diese bei ihren anstrengenden Reisen begleitet.
So
konnte man von Samstag bis Montag einen Hauch von Afrika in Ruhla erleben.
Das Musical vom ersten Menschen, der erwacht, sich als Häuptling zunächst
ein Volk erwählt, der dann merkt, dass ihm etwas fehlt und von seinem
Minister schließlich eine Frau zur Erfüllung seiner Sehnsüchte ausgesucht
bekommt, wurde von 120 Konzertbesuchern, von denen einfach einige zum
Mittanzen auf die „Bühne“ geholt wurden, sehr begeistert aufgenommen.
Am Schluß mußten Zugaben nicht erklatscht werden, sondern es wurde einfach
erörtert, ob noch ein Stück gesungen werden sollte und noch eins und noch
eins... so locker war die Atmosphäre der Aufführung.
Am Sonntag bereicherte die Gruppe den Familiengottesdienst ebenfalls mit
Segens- und Lobtänzen und -gesängen und am Montag, so als ginge ihnen die
Kraft nie aus, veranstalteten sie noch einen Workshop im
Albert-Schweitzer-Gymnasium. Zwischendurch brachten sie noch einem
Geburtstagskind, dessen Sohn sie zufällig im Ruhlaer Schwimmbad getroffen
hatten, und der die Idee hatte, die Gruppe einzuladen, ein ausgedehntes
Ständchen.
Die
jungen Menschen konnten hier in Ruhla Kollekten von insgesamt 550 €
einsammeln, die in ihrer Heimat einem Bildungsprojekt für Kinder und
Jugendliche zugute kommen. Wir wünschen ihnen, dass ihnen ihre Kraft und
ihr Idealismus erhalten bleiben, der Gruppe sowie den Gebern Gottes Segen.
Andrea Pawlitzki
Weiter Impressionen finden Sie unten in unserer
kleinen Fotogalerie.
Sie sehen Bilder von den beiden Veranstaltungen in der Kirche sowie von
dem Ständchen bei dem Geburtstagskind und dem Workshop im
Albert-Schweitzer-Gymnasium.
Klicken Sie auf die Fotos, um dieselben vergrößert zu sehen. Von dort
gelangen Sie zurück zu dieser Seite, wenn Sie die „Zurück“-Taste Ihres
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Eine Veranstaltung im Rahmen unseres
DKW-Projektes
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Thür. Landeszeitung, 5.7.2005
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