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So nah und doch so fern

1.200 km bis Grodno/Weißrussland


Am 2. November 2005 berichteten Glieder unserer Gemeinde bei einem Gemeindeabend von ihrer Reise nach Grodno in Weißrussland.

Kirche in GrodnoWir hatten im Frühjahr 2005 einen „Notruf“ von der dortigen Ev.-Luth. Kirchge- meinde erhalten: Die Elektrik war völlig veraltet und mußte dringend repariert werden.
Die kleine Gemeinde mit 60 Gemeindegliedern, die ihre Kirche endlich nach jahrzehntelangem Mißbrauch durch die kommunistische Regierung zurückbekommen hatte, war nicht in der Lage, das nötige Geld aufzubringen.
Viel haben sie schon in Eigenleistung erbracht, um die Kirche zu erhalten, damit der Staat nicht wieder darauf zugreift. Das erfuhren wir an dem Abend von unseren Grodno-Reisenden.

Das AuditoriumAber nun waren sie überfordert. Und so halfen wir spontan. Die Kirchgemeinden und die ökumenische 1Welt-Gruppe baten um Spenden und schließlich war es ein erfreulicher Betrag geworden, den wir mitgeben konnten.

Gottesdienst in GrodnoAn diesem Abend nun erfuhren wir noch vieles mehr von der Gemeinde. Wie sie ihre Kirche mit Leben erfüllen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Zu den Hauptproblemen gehört zweifellos, daß die Gemeinde keinen Pfarrer hat – schon lange nicht.
Lustig gings auch zu ;-)
Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates managt die Belange der Gemeinde, so gut es eben geht. Da freut es uns, daß wir ein wenig dazu beitragen konnten, daß zumindest die finanziellen Sorgen nicht so schwer lasten.

Info-Punkt ;-)Um uns den Abend zu „versüßen“, gab es Speisen und Getränke nach Originalrezepten. Einige Frauen aus unserer Gemeinde hatten die Speisen auf das Köstlichste zubereitet und so war es einmal mehr ein rundum gelungener Abend, bei dem sich alle wohlgefühlt haben.

Nach allem, was wir nun von Grodno gehört haben, scheint es bei einigen von uns nicht mehr ganz so abwegig, sich auf den Weg zu machen, um die Grodnoer Christen einmal zu besuchen

gr