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Hospizdienst für Ruhla und Umgebung

Start am 1. April 2005 – Einsegnungsgottesdienst am 10. April 2005


Am 1. April 2005 hat der Hospizdienst für Ruhla und Umgebung in Trägerschaft der Ev. Kirchgemeinde Ruhla und in Kooperation mit dem Pflegedienst „Pflege-Oase“ seine Arbeit aufgenommen.
Am 10. April wurden die ersten ehrenamtlichen Hospizdienstmitarbeiter in einem Gottesdienst eingesegnet. Anschließend traf man sich noch bei Kaffee und Kuchen im Seitenschiff der Concordia-Kirche. Es war ein schöner Tag und wir wünschen nun den Mitarbeitern und Patienten Gottes Segen!

Was will nun der Hospizdienst?

Ohne Schmerzen, betreut von einfühlsamen Menschen in der gewohnten eigenen häuslichen Umgebung – so wünschen sich viele Menschen das Abschiednehmen in den letzten Stunden oder Tagen. Eine solche Herberge für die letzten Lebenswochen zu sein bzw. anbieten zu können, das haben sich gemäß dem Auftrag Gottes durch sein Wort (Jesus Sirach 7, 35; Matthäus 25, 31ff; Jakobus 5, 14 u.a.) die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Ruhla in Kooperation mit der Pflege-Oase Ruhla zur Aufgabe gemacht, denn das Sterben zuhause ist für viele Alte oder Schwerkranke in der heutigen Zeit kaum möglich.

Einsegnungsgottesdienst am 10.4.2005

Oft sind die Angehörigen nicht in der Nähe, da sie wegen der Arbeit weggezogen sind, oder sie sind mit der Sterbebegleitung eines nahen Angehörigen psychisch überfordert. Den Menschen von heute sind viele alte Rituale und Werte verloren gegangen, so lassen sie die Sterbenden oft einsam und ohne Abschied gehen. Die Folge ist unbewältigte Trauer bei den Zurückgebliebenen – was zu körperlichen und seelischen Krankheiten führen kann.

Nach dem EinsegnungsgottesdienstPresstermin

Von lat. „hospitum“ (Herberge) leitet sich der Name Hospiz ab. Hospize wollen den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern. Die Menschen werden auf ihrem letzten Lebensweg betreut und pflegerisch versorgt. Vor allem sollen sie die ihnen noch verbleibende Zeit schmerzfrei und in Würde verbringen können, letzte Wünsche äußern, dringende Angelegenheiten klären können, Gesprächs- oder Schweigepartner an ihrer Seite haben können und auf Wunsch die Möglichkeit zu Beichte und Absolution sowie Feier des Heiligen Abendmahls haben.

Vielleicht eine künftige Mitarbeiterin? :-)Nach dem Einsegnungsgottesdienst

Sterbebegleitung ist eine wichtige und überaus befriedigende Aufgabe für Menschen die Mut haben. Aber auch für alle, die auch ihre eigenen Ängste und unerledigten Geschäfte hinter sich lassen können.

Klicken Sie bitte für nähere Informationen, wenn Sie den Dienst in Anspruch nehmen oder mithelfen wollen. Danke!

Pfr. Reuther
Publikationen des Hospiz-Verlages