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Vernissage am 09. April 2005
Ruhla.
(ep) Weil eine andere Kirchgemeinde abgesprungen ist, ist die
Ikonen-Ausstellung „Im Himmel wartet das Beste“ noch bis Ende Mai in der
Ruhlaer Concordia-Kirche zu bewundern. Die Künstlerin ist Michaela Eger
aus Karlsruhe. Sie war nun in Ruhla zu Gast und gewährte bei der
Vernissage den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit.

Für sie dient die Ausstellung „der Glaubensbotschaft von Jesus
Christus“. Für Eger stellen Ikonen nicht einfach nur schöne Bilder dar,
sondern sind Ausdruck einer tiefen inneren Beziehung zu Gott. „Ikonen
zeigen in Bildern, was die Heilige Schrift verkündet“. Deshalb verändert
sie an den Ikonen, die sie mit ihrer Technik abmalt, nichts. „Das würde
die Kraft der Ikone zerstören“. Und so ist für Michaela Eger die Arbeit an
ihren Werken ein Stück Dialog mit Gott. „Wer Ikonen malt, begibt sich auf
geistige Wanderschaft“.
In
Klöstern hat sie die Ikonen-Malerei auf Holztafeln erlernt, sich dann aber
einer anderen Technik zugewandt. Sie bringt die Bildnisse aus vergangenen
Jahrhunderten vergrößert auf Seide auf und teilweise vergoldet sie dann
noch die Ikonen. Etwa vier Wochen intensive Arbeit sind erforderlich,
damit eine Ikone auf Seide entsteht.
Bereits
zum 131. Mal erlebt die Künstlerin mit ihren Ikonen nun eine Austellung.
Seit 1997 sind ihre Werke auf Tour durch Deutschland. Und Michaela Eger
wird wohl auch ihre Jubiläum „10 Jahre auf Tour“ erleben, denn die
Ausstellung ist eigentlich schon bis ins Jahr 2007 ausgebucht.
Für
Ruhlas Pfarrer Gerhard Reuther ist es natürlich schön eine solche
Ausstellung mit geistlichem Hintergrund in der Kirche präsentieren zu
können.
„Wir sind nicht darauf bedacht Effekt-Hascherei zu betreiben, sondern
wollen die Menschen in unser Gebäude einladen, sie mit uns vertraut machen
und sie mit solchen Ausstellungen auch zum Nachdenken anregen.“
Peter Rossbach (TLZ, 11.04.2005)
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