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Ein Rückkehrer erzählte von
Papua-Neuguinea
Wer
am Donnerstag, 6.4.2006, so gegen 19.45 Uhr an der Concordia-Kirche
vorbeilief, mußte glauben, da drinnen hat sich der Dschungel breit
gemacht. Signaltöne, vermittels eines Schneckengehäuses erzeugt, erklangen
und Laute wurden ausgestoßen, die in unseren Breiten wohl eher selten
sind.
Doch nein, Pfarrer Albani vom Leipziger Missionswerk hatte gerade aus dem
Stegreif die Begrüßungszeremonie mit den Besuchern des Gemeindeabends
durchgeführt, wie sie bei großen Treffen in Papua-Neuguinea üblich ist.
Und
so originell und exotisch, wie der Auftakt des Abends war, ging es dann
auch weiter.
Pfarrer Albani, der 5 Jahre als Pfarrer einer einheimischen evangelischen
Kirchgemeinde in Papua-Neuguinea tätig war, berichtete von Land und
Leuten, von Anfangsängsten und lieb gewonnenen Menschen, Sitten und
Gebräuchen.
Mit Dias und einem Video wurden die Besucher in ein fernes Land am anderen
Ende der Welt „entführt“ und erlebten visuell mit, wie in den 1930er
Jahren Goldsucher aus Australien auf Menschen in einem unbewohnt
geglaubten Gebiet stießen, die noch in steinzeitlichen Verhältnissen
lebten.
Ferner
konnte man erfahren, welche Voraussetzungen man mitbringen muß, um eine
Frau heiraten zu dürfen, wie man sich zu solchem Anlaß kleidet und welchen
Brautpreis man zu zahlen habe.
Doch waren das nur wenige Beispiele, denn in dem Land, das 5x so groß wie
Österreich ist, leben 5 Millionen Menschen, die über 800 Sprachen
sprechen! Man kann sich vorstellen, wie vielfältig die Kulturen und Riten
sind.
Aber
auch die Probleme. Denn grausame Stam- mesfehden waren – und sind
teilweise auch noch - „alltägliches Geschäft“. Hat das Land auch die
Kolonialisierung durch drei europäische Länder (England, Holland und
Deutschland) erfahren müssen, die damit einhergehende Ausbreitung der
christlichen Botschaft hat das blutige Treiben eingedämmt.
Heute gehören 2/3 der Einheimischen einer christlichen Kirche an und
gestalten ihr Leben in den Gemeinden in lebendiger Weise selbst. Denn die
großen und oft schwer zugänglichen Pfarrgemeindegebiete werden
vergleichsweise von wenigen Mitarbeitern betreut.
All dies und noch viel mehr erfuhren die Besucher des Gemeindeabends, auf
frisch-fröhliche Art von Pfarrer Albani vorgetragen.
Nach
Wort und Bild gab es dann auch etwas für die Geschmackssinne:
landestypische Getränke und Speisen, von Mitgliedern der erbstromtalweiten
ökumenischen 1Welt-Gruppe schmackhaft zubereitet. Sie hatte auch zu dem
Gemeindeabend eingeladen. Schade, daß Viele sich diese Gelegenheit
haben entgehen lassen!
Von den Taschen, Kleidungsstücken und anderen Utensilien des Alltags, die
Pfarrer Albani mitgebracht hatte, wechselten einige an diesem Abend den
Besitzer. Der gesamte Erlös des Abends war für Projekte in Papua-Neuguinea
bestimmt, die vom Leipziger Missionswerk unterstützt und von Pfarrer
Albani selbst begleitet werden, um eine sachgemäße Verwendung zu
gewährleisten.
Übrigens nimmt das Leipziger Missionswerk gern abgestempelte und mit Rand
ausgeschnittene Briefmarken an. Diese werden an Sammler verkauft und der
Erlös kommt den einzelnen Projekten zugute. Die Leipziger freuen sich,
wenn Sie solche Briefmarken also nicht wegwerfen, sondern nach Leipzig
schicken!
Adresse: Leipziger Missionswerk, Paul-List-Str. 19, 04103 Leipzig.
Und wer vor Ort aktiv werden will, ist bei unserer 1Welt-Gruppe jederzeit
herzlich willkommen! Das nächste Treffen ist am Mittwoch, 17. Mai, 19.30
Uhr im Concordia-Pfarrhaus in Ruhla, Carl-Gareis-Str. 1, Tel.: (036929)
62137.
Im Internet finden Sie weitere Informationen auch
hier.
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