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Weihnachtsaktion „Cents für Kinder in Malawi“ des 1Welt-Kreises
zu Ende gegangen


In der Vorweihnachtszeit und an Silvester hatte der erbstromtalweite ökumenische 1Welt-Kreis ein Waisen-Kinder-Projekt in Malawis Hauptstadt Lilongwe in Afrika den Menschen in Nah und Fern zur Unterstützung ans Herz gelegt.

„Cents für Kinder“ so lautete das Motto. Die Idee, die sich dahinter verbarg: Für jeden Euro, den jemand für Weihnachtsgeschenke für seine Lieben ausgegeben hat, schenkt er einen Cent einem Kind in Malawi.
Und an Silvester nahmen wir das Motto der Ev. Kirche auf, das angesichts unserer gesicherten Existenz zur Wahrnehmung unserer Verantwortung gegenüber hilfsbedürftigen Menschen ermuntert: „Brot statt Böller“.


Das Ergebnis betrachten wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Einerseits freuen wir uns über das Engagement, daß einige Menschen an den Tag gelegt haben.
Andererseits ist das erzielte Spendenergebnis äußerst bescheiden gemessen an den Summen, die die Menschen an Weihnachten in Geschenke investiert und die sie an Silvester in die Luft gepulvert haben.
Für Raketen und Knaller allein geschätzte 100.000.000 (in Worten: Einhundert Millionen) Euro!
Und für die Weihnachtsgeschenke? Und wenn man dann an den Wahnsinn des Geschenke-Umtauschs nach den Festtagen wegen „Nicht-Gefallen“ und dgl. denkt?

Das ist absurd und es fällt schwer, die nicht verhallen wollenden Klagen darüber ernst zu nehmen, daß ständig alles teurer würde und man immer weniger Geld habe.
Welchem Kind in Indien oder Somalia z.B., dem es an den notwendigsten Lebens – Mitteln fehlt, könnte man auch nur ansatzweise klar machen, daß es bei uns so etwas wie Armut geben soll?
Gewiß, die Deutschen sind Spenden-Weltmeister, aber eben nicht die Deutschen, sondern nur ein kleiner Prozentsatz der Deutschen!

Etwa 40% der ca. 80 Mio. Bundesbürger sind es (ohne Rücksicht auf das Alter!), die jährlich ca. 4-5 Milliarden Euro spenden. Das entspricht bei 32 Mio. spendenden Einwohnern in der BRD 156,25 € pro Bürger.
Man stelle sich vor, die anderen 48 Mio. Bundesbürger würden auch noch im Schnitt 156,25 € spenden!
Die aber üben „vornehme Zurückhaltung“, wenn es darum geht, ihren Wohlstand mit anderen zu teilen, die doch genauso mit uns auf der einen Welt leben und das selbe Recht auf Frieden und ausreichende Ernährung etc. haben wie wir.
Diese „Zurückhaltung“ spiegelt sich auch bei unserer Aktion wider. Fand unsere Aktion „Tore für Menschen“ während der Fußball-WM noch größeres Echo, so war die Zahl der Förderer diesmal deutlich überschaubarer. Insofern ist dann das Ergebnis für sich genommen wiederum ermutigend.

Dank der Hilfsbereitschaft des Afrikakreises Stendal, einiger – z.T. recht großzügiger! - Gewerbetreibender und etlicher privater Spender haben wir gemeinsam einen Betrag von gut 2800 Euro für die Kinder des Waisen- und Rehabilitationszentrums in Malawis Hauptstadt Lilongwe sammeln können.
Danke an alle Spender!

Zugleich ein ermutigendes Zeichen für alle, die uns zukünftig noch unterstützen wollen!

Denken Sie einfach mal daran wie es wäre, wenn Sie täglich Hunger hätten, Ihre Kinder nicht in die Schule gehen und sie zusammen kein Weihnachten feiern oder gar Raketen an Silvester in den Himmel jagen könnten. Ganz zu schweigen von all den anderen Annehmlichkeiten des Lebens, die für uns selbstverständlich geworden sind.
Sicher sind Sie mit uns einer Meinung darin, daß andere Menschen kein geringeres Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben als wir.
Die zehn, fünfzig oder hundert Euro aber, die Sie beispielsweise abgeben könnten, machen Sie nicht arm, doch sie helfen oft Menschen in anderen Ländern schon erst einmal zu Überleben! Besser noch, sie dienen dazu, daß hilfsbedürftige Menschen in die Lage versetzt werden, langfristig für sich selbst sorgen zu können – dafür hat sich der Begriff „Hilfe zur Selbsthilfe“ eingebürgert.
Und genau solche Projekte unterstützt unser 1Welt-Kreis: damit Menschen aus dem Teufelskreis von Armut und Elend herauskommen und ein menschenwürdiges Leben in ihrem Land führen können.

Willkommen in unserer Runde!


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DKW (OCSR Malawi)