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Jedes
Jahr freuen sich schon die „Stammbesucher“ der Osternacht auf den
morgendlichen Gottesdienst um 6 Uhr, wenn es noch (fast) dunkel ist. Die
Dämmerung steigt zwar schon auf, aber in der Kirche ist es doch noch
dunkel. Und so tragen wir das Licht des Ostermorgens mit der Osterkerze,
die wir an diesem Morgen weihen, in die Kirche hinein. Im Lauf der
Gottesdienstfeier wird die Kirche nach und nach heller, wenn das
Osterlicht an die Feiernden weitergereicht wird. Das Osterevan- gelium wird
in mehreren Sprachen gelesen zum Zeichen, daß rund um den Globus Menschen
die Auferstehung unseres Herrn feiern. Dieses Jahr hörten wir die
Botschaft in Plattdeutsch, Französisch, Latein, Maori, Suaheli und
natürlich – wie in jedem Jahr – in Rühler, in unvergleichlicher Weise
gelesen von unserem lieben Martin Kahlert.
Ein
besonderer Höhepunkt ist es, wenn wir in diesem Gottesdienst neue
Gemeindeglieder durch die Taufe in unseren Kreis aufnehmen können!
Auch in diesem Jahr waren es wieder drei junge Leute, die zur Osternacht
ihr „Ja“ zu einem Leben in der Nachfolge Christi gesprochen haben. Anne
und Conny haben sich während eines Taufseminars auf die Taufe vorbereitet
und Tobias ist Mitglied unserer diesjährigen Konfirmandengruppe.
Wir freuen uns, daß es immer wieder Menschen gibt, die dem Ruf Jesu folgen
und sich damit auf das einzige wirklich tragende Fundament im Leben
stellen.
Leider verlassen auch immer noch oder wieder andere Menschen dieses
Fundament, worüber wir als Gemeinde traurig sind. Wir wünschen ihnen, daß
sie den Weg zurück finden.
Unseren neu getauften wünschen wir jedenfalls, daß sie den eingeschlagenen
Weg unverzagt weitergehen und sich durch nichts von ihrem Vertrauen auf
Gott abbringen lassen. Es gibt nichts, was dieses ersetzen könnte.
Im Anschluß an unseren Morgengottesdienst gingen wir erst einmal,
wie gewohnt, auf den Friedhof und sangen das Osterlied „Christ ist
erstanden“ über den Gräbern. Ein wunderbarer Augenblick!
Dann machten wir uns auf den Weg ins „Seitenschiff“, wo bereits die reich
gedeckten Tafeln des Osterfrühstücks auf uns warteten. Erstmals hatten wir
uns hier versammelt, weil wir eine große Teilnehmerschar erwarteten. Und
es zeigte sich, wie gut diese Entscheidung war. Im Pfarrhaus hätten wir
nicht alle Platz gehabt.
Und wie schön es ist, in unserer Kirche auch zum Feiern zusammenzusitzen,
erweist sich daran, daß etliche noch lange beieinander saßen, nachdem der
„offizielle Teil“ längst vorüber war.
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Dann freuen wir uns schon mal auf die Osternacht im
nächsten Jahr!
Und wer sie noch nie miterlebt hat, ist herzlich eingeladen. Es ist ein
einzigartiges Erlebnis; dafür lohnt sich das Frühaufstehen.
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