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„Ein
Prinz aus dem Hause David und warum er in Deutschland blieb“, so heißt das
zweite Buch des Autors und Abkömmlings der Familie des letzten Kaisers von
Äthiopien. Während er in Deutschland studierte, wurde während der
Revolution in seinem Heimatland sein Vater verhaftet und getötet, so dass
Deutschland über Nacht zum Exil für ihn wurde. Im Umfeld der
Herrscherfamilie aufgewachsen und erzogen, lernte er Deutschland durch die
Erzählungen seiner deutschsprachigen Erzieherin kennen. Seine umfassende
Bildung ermöglicht ihm einen kenntnisreichen Blick auf alles, was ihm
begegnet.
Am
Mittwoch, 18. Juli 2007, war der Prinz in Ruhla zu Gast und stellte sein
neues Buch einem interessierten Publikum vor. Dabei kamen z.B. Momente aus
seiner Kindheit und Jugend, Aspekte der Geschichte Äthiopiens, der Heimat
der ältesten jüdischen, christlichen und moslemischen Völker und der Blick
eines Kenners einer tausende von Jahren alten Monarchie auf die
Demokratie
und ihre Privilegien zur Sprache. Erstaunlich, wie der charismatische Mann
mit seinen Berichten das Publikum in seinen Bann zog. Nach der Lesung
wurde von der Gelegenheit, Fragen zu stellen, reger Gebrauch gemacht.
Warum
ist der Prinz nun aber für die Vorstel- lung seines Buches ausgerechnet nach
Ruhla gekommen? Eingeladen dazu hatte der Erbstromtalweite Eine-Welt-Kreis
der Concordia-Gemeinde. Der Prinz kannte die German-Church-School in Addis
Abeba, deren WebSite von Pfarrer Reuther betreut wird. Dieser und ein
Kaffeehändler arbeiteten zusammen ein Projekt aus, in welchem ein eigens
für den Milchfonds der German-Church-School kreierter Kaffee zugunsten der
Milchgaben für die Schüler dieser Schule der Ärmsten verkauft werden
sollte. Als Prinz Asserate von diesem Projekt hörte, nahm er sich seiner
an und begann, das „Kaffee für Milch“ -
Projekt
sofort im Zusammenhang mit der Vorstellung seines Buches auch
bekanntmachen, auf dass möglichst viele Menschen diesen speziellen Kaffee
kennen lernen und kaufen. So kam es, dass an diesem Abend die Mitglieder
des 1Welt-Kreises zum Kosten den äthiopischen Kaffee ausschenkten und
verkauften. Wie die Lesung und Erzählung des Prinzen wurde auch der Kaffee
begeistert aufgenommen und bis auf das letzte Pfund verkauft. Mit dem
Verkauf jeder Packung wird die Ernährungssituation der Kinder verbessert.
Wer den Premiumkaffee des Prinzen bestellen möchte, kann das über das
Evangelische Pfarramt in Ruhla bzw. den Eine-Welt-Kreis tun oder direkt
bei „Maskal
- fine coffee company“, Telefon: 07404/914037.
Dankbar blicken wir auf eine Veranstaltung zurück, die soviel Interesse
zeigte und weckte. Gern schaue ich in das neu erstandene zweite Buch des
Äthiopiers hinein, lese mit Interesse und werde nun wohl auch das erste,
das noch besser sein soll, anschaffen. Und der Mann, der mit den gekrönten
Häuptern Afrikas und Europas umgegangen ist, äußerte sich ebenfalls
angetan über das hier in Ruhla angetroffene Publikum.
Infos zum 1Welt-Kreis gibt’s
hier - Kaffeeprojekt:
www.germanchurchschool.de/rasselas.html
(AP)
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