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In des Wortes doppeltem Sinne: Für eine glänzende Zukunft

Bericht über die Sanierung des Gebäudes für die Produktion
von Flüssigseife in Nyagatare, Ruanda


Anfang Februar 2007 reisten Mitglieder des erbstromtalweiten ökumenischen 1Welt-Kreises auf Einladung nach Ruanda, um verschiedene Projekte zu besuchen, die sich in Trägerschaft des ruandischen Vereins ASSIST befinden und die der 1Welt-Kreis seit einigen Jahren unterstützt. Dazu gehört auch eine Manufaktur, in der Flüssigseife hergestellt wird. Sie befindet sich in einem Gebäude, dessen Sanierung der 1Welt-Kreis finanziert hat.
Das Gebäude wurde ASSIST 2005 von der Stadtverwaltung Nyagatare geschenkt und war damals in einem desolaten Zustand. Heute beherbergt es eine Produktionsstätte für Flüssigseife, die an Hotels und andere Großabnehmer verkauft wird.
 
So sah das Haus aus, als es ASSIST von der Stadtverwaltung Nyagatare geschenkt bekam. So sah das Haus aus, als es ASSIST von der Stadtverwaltung Nyagatare geschenkt bekam.


So sah das Haus aus, als es ASSIST von der Stadtverwaltung Nyagatare geschenkt bekam.

Dieses Projekt zählt zu den Aktivitäten des ruandischen Vereins ASSIST. Die Arbeit wird von Waisen und anderweitig gefährdeten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren durchgeführt, z.B. solchen, die als älteste Kinder ihren Familien vorstehen, weil ihre Eltern tot sind und andere Verwandte nicht in der Nähe wohnen. Diese Kinder und Jugendlichen werden von ASSIST-RUANDA betreut. 170 junge Leute wurden bereits ausgebildet.

ASSIST-RUANDA hat die Spende des erbstromtalweiten ökumenischen 1Welt-Kreises vom Frühjahr 2006 in Höhe von rund 1.380 € für die Sanierung des Gebäudes für die Produktion von Flüssigseife in Nyagatare im Nordosten von Ruanda benutzt. Das Haus wurde neu gedeckt, verputzt und angestrichen. Neue Fensterläden wurden angebracht und Türen eingebaut.
Wir haben uns bei unserem Besuch in Nyagatare im Februar 2007 ein Bild vom Stand der Dinge gemacht und gefunden, daß das Haus nicht nur repariert wurde, sondern auch in Nutzung ist.
 
Und das ist das Gebäude im Februar 2007. Und das ist das Gebäude im Februar 2007. Hier ist der Anbau zu sehen, in dem der Boiler fürdie Warmwasserzubereitung untergebracht werden soll.


Und das ist das Gebäude im Februar 2007. Auf dem rechten Bild ist der Anbau zu sehen, in dem der Boiler fürdie Warmwasserzubereitung untergebracht werden soll.

Obwohl in dem Haus schon produziert wird, sind die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. In dem Gebäude befinden sich Lagerräume, ein kleines Büro und der Werkraum. Außerhalb wurde bereits eine Toilette errichtet und ein Anbau, in dem ein Wasseranschluß verlegt und ein Boiler angeschlossen werden soll, der das benötigt warme Wasser für die Produktion liefert. Derzeit muß das Wasser noch von Fahrradkuriern über eine weite Strecke herangeschafft werden, was zusätzliche Kosten verursacht.
Neben diesen noch nötigen Installationsarbeiten sind jedoch weitere Arbeiten erforderlich. Das Gelände um das Haus muß eingezäunt und die Fenster mit Gittern versehen werden. Ebenso ist eine Elektro-Installation erforderlich.
Das Projekt unterstützt 300 sogenannte Kinderfamilien, zu denen im Schnitt 5 Kinder gehören.
Die Jugendlichen, die in dem Projekt arbeiten, erhalten aus dem Erlös der verkauften Waren ihren Lohn.
Der andere Teil des Erlöses kommt ASSIST zu, wodurch weitere Projekte realisiert und unterhalten werden können.
 
Die Seifenherstellung ist noch echte Handarbeit. Langfristig sollen hier aber Maschinen helfen. Frau Pawlitzki vom 1Welt-Kreis im Gespräch mit Jugendlichen und Mitarbeitern von ASSIST


Die Seifenherstellung ist noch echte Handarbeit. Langfristig sollen hier aber Maschinen helfen.

 


Frau Pawlitzki vom 1Welt-Kreis im Gespräch mit Jugendlichen und Mitarbeitern von ASSIST

Die noch ausstehenden Arbeiten kosten rund 1475 €. Davon haben die Vertreter des 1Welt-Kreises bereits im Februar 2007 den Betrag von 365 € überreicht.
Eine weitere Spende von 500 € übergab uns kürzlich ein ungenannt bleiben wollender Spender aus Eisenach. Demnach ist noch ein Betrag von 610 € offen.

Bitte helfen Sie mit, daß wir den noch offenen Betrag zusammen bekommen. Dann kann der kleine Betrieb effektiv arbeiten und noch weiteren Jugendlichen eine Lebens-Perspektive eröffnen.

Wir danken Ihnen!

Pfarrer Gerhard Reuther, Ruhla