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Gemeindeabend beendet kurze Winterpause


Schon am 16. Februar wurde die Concordia-Kirche aus dem Winterschlaf geweckt. Ruhla hatte Besuch aus dem Westen: der Leiter des Westerwald-Gymnasiums, des Partnergymnasiums des Albert-Schweitzer- Gymnasiums machte einen Abstecher nach Ruhla. Er brachte seine langjährigen Musikerkollegen mit und dieser Besuch bot die Gelegenheit für einen Gemeindeabend mit Musik, die Erinnerungen weckte. Mit Hans-Dieter Meurer und Jürgen „Henny“ Goeres-Petry, Gitarren, Chris Dieffenbach, Baß, und Martin Willimsky am Schlagzeug hatte sich eine Gruppe formiert, die die Songs der 60er und 70er Jahre am Leben erhält und mit einer Liebe und so großer Begeisterung wiedergibt, dass sich beides schnell auf das Publikum überträgt.  

Jürgen „Henny“ Goeres-Petry Hans-Dieter Meurer  
  Chris Dieffenbach Martin Willimsky

Quer durch die ganze Epoche reicht die Auswahl des Repertoires der Musiker. Den Besuchern wurde ein so reichhaltiges Programm geboten, dass für jeden etwas dabei war, das er mit Erinnerungen verknüpfen konnte. Selber nicht so ein Kenner bzw. Fan dieses Genres fand ich mich doch trotzdem unversehens in die Zeiten zurückversetzt, in denen ich mit meiner Freundin Sigi aus Schul- und Lehrzeit beim gemütlichen Licht ihres Aquariums, einem Glas preisgünstigen Rotweins, den Collie kraulend, in ihrer gemütlichen Dachstube bei Songs von Leonhard Cohen, Simon and Garfunkel und Don McLean von damals wer weiß was geträumt habe. Und so wird es sicher jedem irgendwann im Laufe des Abends gegangen sein. Kein Wunder, denn die Zeit seit dem Woodstock-Festival 1969, auf dem Musiker gegen den Vietnam-Krieg protestierten und statt dessen „Make love not war“ propagierten, war eine sehr produktive Zeit in der eine endlose Anzahl guter, zeitloser Songs geschrieben wurden – das wurde einem als Zuhörer an diesem Abend deutlich. Die Gruppe „Woodenmusic“ spielt im Kern seit 18 Jahren zusammen. Ihr vor allem durch die Stimmen von Meurer und Goeres-Petry geprägter Sound wird zusätzlich durch die Nutzung verschieden klingender Akustik- und E-Gitarren bereichert. Wobei zu bemerken ist, dass Goeres-Petry nicht nur verschiedene Gitarren, sondern auch etliche verschiedene Stimmen im Gepäck zu führen scheint, was dem für den jeweiligen Song erforderlichen Sound sehr zuträglich ist. Lange noch saßen Besucher und Musiker zusammen und plauderten über Vergangenes und Gegenwärtiges. Die Kirche ist nun für weitere Ereignisse gerüstet.

ar