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Ausfahrt zur Partnergemeinde nach Hildrizhausen


Schneeregen, Nebel, so richtig ungemütliches Schmuddel-wetter bescherte uns Petrus am Freitag, dem 6. März 2009, zu unserer Fahrt nach Baden-Württemberg in unsere Partnergemeinde Hildrizhausen. Mit dem vollbesetzten Kleinbus von Pfarrer Gerhard Reuther, der denselben auch steuerte, waren Frau Frommann, Frau Ortmann, Frau Hunstock, Frau Walter, Frau Hermann, Frau Reuther und Frau Böttinger an Bord.
Nach einem Gebet um sicheres Geleit setzte sich das Fahrzeug um 12.45 Uhr in Richtung Autobahn in Bewegung. Trotz der schlechten Sicht und des ständigen Regens kamen wir nach fünf Stunden, gegen 18.00 Uhr in Hildrizhausen an.
Von Pfarrer Neumann von der Partnergemeinde Hildrizhausen herzlich begrüßt, wurden die Besucher aus Ruhla den Gast-Eltern zugeteilt und überaus liebevoll und herzlich aufgenommen.
Nach der Zimmerübernahme begaben wir uns zur Katholischen Kirche von Hildrizhausen, um mit den Frauen in einem ökumenischen Gottesdienst den Weltgebetstag der Frauen zu feiern. In diesem Jahr kam die Gottesdienstordnung vom Land Papua Neuguinea und stand unter dem Leitspruch: „Wir sind viele, doch eins in Christus“. Dieses Land ist der drittgrößte Inselstaat der Welt. Es umfaßt mehr als 600 Inseln im pazifischen Ozean, ist mit
einer Fläche von 462840 qkm etwas größer als Schweden und bietet eine umfangreiche landwirtschaftliche Vielfalt.
Die Kirchen leisten in Papua Neuguinea, wo nach Schätzung über 90% Christen sind, ca. 60% Protestantische, ca. 30% Römisch-Katholische, ein wichtige Arbeit im sozialen Bereich. Sie begleiten unterschiedliche Funktionen in der Medizin, Schulen, Universitäten und sie leisten vor allem Aufklärungsarbeit und Beratung zum Thema HIV/Aids sowie bei der Betreuung von Aids Kranken.
Es gäbe noch Vieles über dieses Land zu berichten, aber unser Zeitlimit läßt es nicht zu. Ein anstrengender und zugleich schöner Tag ging zu Ende.
Gut geschlafen, traf man sich gegen 10.00 Uhr im herrlichen Gemeindehaus. Das Wetter hatte sich zum Positiven entwickelt, so daß wir mit Pfarrer Neumann einen Rundgang durch die teils frühlingshafte, teils winterliche Natur unternehmen konnten.
Von einer leichten Anhöhe lag der Ort Hildrizhausen malerisch und friedlich vor uns, von ferne grüßten im Sonnenschein vier Kirchtürme zu uns herüber, ein sehr wohltuendes Bild. Die evangelische Kirche des Ortes Hildrizhausen, ein überaus historisches und geschichts- trächtiges Bauwerk durften wir noch einen Besuch abstatten, denn danach war Mittagessen in den Gastfamilien angesagt. Mit landestypischen Gerichten, wie Spätzle mit Linsen oder Maultaschen wurden die Thüringer Gäste in den Gastfamilien verwöhnt. Am Nachmittag stand die Nachbarstadt Herrenberg auf dem Programm. Wir schlenderten durch die alt historische im Fachwerkstil gebaute Stadt, genießen in einem italienischen Cafe einen leckeren Cappuccino und steigen danach hoch zum Schloßberg, genießen den Anblick der ersten blühenden Gänseblümchen, nach dem langen Winter ein Hoffnungs- schimmer auf den bevorstehenden Frühling. Die Stiftskirche, welche in der Zeit Von 1254 bis 1285 erbaut wurde und die der Mutter Maria geweiht wurde, birgt unzählige, kunstvolle Schätze. Das Besondere jedoch ist, daß in dieser Kirche im Turm ein Glockenmuseum mit 32 Glocken in unterschiedlichen Größen und Tonlagen zu besichtigen ist. Wir hatten das Glück an einem Glockenkonzert hautnah dabei zu sein und dieses zu genießen, es war einfach überwältigend.
Abends gab es, zusammen mit den Gasteltern und Pfarrer Neumann eine Weinverkostung in gemütlicher Runde, in der Gaststätte „Zum Löwen“ in Hildrizhausen. Mit angeregten und fröhlichen Gesprächen ging dieser Samstag zu Ende.
Sonntag, der 8. März, kalendarischer Frauentag. Die Kirchgemeinde Hildrizhausen feierte jedoch an diesem Sonntag „Reminiszere“ ihren ehrwürdigen Gemeindetag.
Mit einem feierlichen Gottesdienst, welcher unter der Jahreslosung „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ und der dem Land Ruanda gewidmet war. Konfirmanden aus Hildrizhausen waren im Gottes- dienst mit eingebunden, die feierliche Predigt wurde vom Ruhlaer Pfarrer Gerhard Reuther
Gehalten. Es war ein sehr bewegender Gottesdienst. Die Kollekte dieses Sonntags wurde für ein Projekt in Ruanda zur Verfügung gestellt.
Nach dem Gottesdienst ging es zum Gemeindehaus, wo bereits der Duft von echten Thüringer Rostbratwürsten, welche die Ruhlaer Gäste als Gastgeschenk ins Schwabenländle mitgebracht hatten in die Nase, aber auch die Schnitzel und der schwäbische Kartoffelsalat mundeten allen Gästen vorzüglich. Bei guten Gesprächen verging die Zeit beim Gemeindetag viel zu schnell, so daß nach einer ausgiebigen Kaffee und Kuchentafel unser Pfarrer Gerhard Reuther zum Aufbruch mahnte. Und ich konstatiere, daß die Zeit in der Partnergemeinde Hildriz- hausen viel zu schnell vorbei war. Es waren phantastische und erlebnisreiche Tage, mit Stunden in einer freundschaftlichen und liebevollen Atmosphäre bei den Gasteltern. Nach dem leckern Kuchen und Kaffee und einer überaus herzlichen Verabschiedung wurde die Heimfahrt angetreten. Flott und zügig, ohne Stau steuerte unser Pastor Reuther nach nur 3 Stunden Fahrt unseren Heimatort Ruhla an.
Unser besonderer Dank gilt der Partnergemeinde Hildriz- hausen, dem Gemeindepfarrer, Herrn Neumann, den Gasteltern und dem flotten Fahrer aus Ruhla, Herrn Gerhard Reuther für die erlebte Zeit.
Gottes Segen wünscht allen Ihre                               ibö

Gemeindehaus Hildrizhausen

Spaziergang durch Hildrizhausen

Hildrizhausen

Kirche Hildrizhausen

Turm der Hildrizhäuser Kirche

Herrenberg

Blick auf Herrenberg



Kirche Herrenberg


Hof, Suptur und Kirche Herrenberg

Weinverkostung in Hildrizhausen


Vortrag über Ruanda von Pfarrer Reuther
 

Gemeindetag in Hildrizhausen

Gemeindetag in Hildrizhausen