|
Waren die
Naturparkfesttage in den vergangenen Jahren buchstäblich ins Wasser
gefallen, so schenkte Gott in diesem Jahr herrlichstes Wetter an den beiden
Tagen, da, wie in jedem Jahr, die Stadt Ruhla dieses frühsommerliche Fest
feierte. Das war ein um so größeres Geschenk, als das Wetter heuer
absonderliche Kapriolen schlägt. Am 13. und 14. Juni aber war
„Kaiserwetter“.
Natürlich war unsere Kirchgemeinde wieder mit einem Kuchenstand vertreten,
ebenso unser
1Welt-Kreis mit einem kleinen Verkaufs-Angebot, das, wie in jedem
Jahr, verhalten angenommen wurde.
Umsomehr fand Kaffee und Kuchen Zuspruch und dafür sind wir dankbar, denn
der Erlös fließt in die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten an unserer
Orgel. Wir danken also allen, die sozusagen für unsere Orgel gegessen und
getrunken haben.
Auch der 1Welt-Kreis dankt für jedes Interesse - und zwar im Namen der
Kinder und Jugendlichen Ruandas, die noch immer nicht in menschenwürdigen
Verhältnissen leben können - geschweige denn feiern wie wir an einem solchen
herrlichen Wochenende - denn die Schatten des Völkermordes von 1994 liegen
nach wie vor über dem Land. Ihnen gilt momentan unsere besondere
Aufmerksamkeit mit allen Aktionen des 1Welt-Kreises.
Und so wurde dieses Zeichen christlicher Nächstenliebe auch noch einmal in
dem Freiluft-Gottesdienst am „Glöckner“ - einem Felsgebilde nahe Ruhla - am
Sonntag aufgegriffen. Bei herrlichstem Wetter hatten sich um 12 Uhr die
Wanderer der Sternwanderung von mehreren umliegenden Orten am „Glöckner“
versammelt. Anlaß für diesen Gottesdienst war der Beginn der
geotouristischen Zusammenarbeit von Naturpark Thüringer Wald und Geopark
Inselsberg - Drei Gleichen. Pfarrer Bregas aus Bad Liebenstein und Pfarrer
Reuther aus Ruhla gestalteten den Gottesdienst zusammen mit Wolfgang Ziegler
aus Schweina, der eigens ein Keyboard samt Diesel-Generator auffuhr, damit
der Gemeindegesang der gut 100 Gottesdienstteilnehmer nicht ganz vom
frischen Wind verweht wurde. Im Gottesdienst feierte die Gemeinde die
Schönheit der Schöpfung, was angesichts des herrlichen Wetters an einem
idyllischen Platz gut nachvollziehbar wurde. Diese zu bewahren und sich auf
den Weg zu machen, um das Leben in Natur und Gesellschaft mitzugestalten,
dazu wurden die Zuhörer in der Predigt aufgefordert.
Daß in unser Bemühen nicht nur unsere nächste Umgebung, sondern die eine
Erde, auf der wir alle leben, mit einzubeziehen ist, daran wurde in der
Bitte um die Kollekte erinnert. Sie war für das
Kinder- und Jugendzentrum in Nyagatare in Ruanda bestimmt.
Allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes
mitgeholfen haben, sagen wir unseren herzlichen Dank! |



 |