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Seit
2008 hat die Evangelische Grundschule in Eisenach ein Patenkind in Ruanda.
Genauer genommen sind es die Schüler der 3. und 4. Klassen - die
Schmetterlinge - , die mit ihren Eltern diese Patenschaft für Prince, so
heißt das Patenkind, unterhalten.
Prince hat noch eine Schwester, Praise, die in Ehepaar Metzner gleichfalls
Paten hat. Beide ruandischen Kinder leben mit ihrer arbeitslosen Mutter in
einfachsten Verhältnissen in der Hauptstadt Kigali. In ihrem Kinderzimmer
liegt ein Matratze am Fußboden. Das ist ihre ganze Habe.
Die Schüler der Ev. Grundschule haben etwas vom Schicksal der beiden
Kinder erfahren und wollen ihnen helfen, zur Schule gehen und somit eines
Tages für sich selbst sorgen zu können. Bis dahin ist es noch ein langer
Weg. Aber dank des Engagements der deutschen Kinder und ihrer Eltern ist
es auch ein hoffnungsvoller Weg.
Den Tag der offenen Tür am 12. September 2009, bei dem die Eisenacher Schule das neue
Gebäude, in das sie umgezogen war, für Besucher öffnete, nutzten der
Ökumenische 1Welt-Kreis im Erbstromtal und die Paten, um das
Patenschaftsprojekt und das gemeinsame Engagement vorzustellen in der
Hoffnung, bei den Besuchern Interesse zu wecken.
Am Infostand konnte man sich über die Details des Programmes informieren,
auch ein paar Kleinigkeiten zugunsten der Kinder Ruandas erwerben, und die
Trommelgruppe der Grundschule gab ihr Bestes, um Spenden für ihr Patenkind
zu erspielen.
Der Patenvater von Praise stellte am Stand mit Bildern sein Patenkind vor.
Gemeinsam wollen die Paten nun der Mutter von Prince und Praise helfen,
ein kleines Projekt zu finanzieren, damit sie ein kontinuierliches
Einkommen erwirtschaften kann und vielleicht sogar eines Tages von fremder
Hilfe unabhängig wird, denn das ist ja letztlich das Ziel des
Patenschaftsprogrammes: ein selbstbestimmtes Leben in Würde, Freiheit und
wirtschaftlicher Unabhängigkeit.
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