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Am
20. Februar 2010 erklang das „Requiem für die an den Außengrenzen Europas
gestorbenen Flüchtlinge“. Autor des Werkes, das die klassischen Elemente
der katholischen Messe mit musikalischen Elementen seines Heimat- landes
verknüpft, ist Dr. Assion Lawson. Er stammt aus Togo, lebt aber jetzt in
Deutschland.
Jahr für Jahr sterben im Mittelmeer tausende Afrikanerinnen und Afrikaner,
die nach Europa flüchten. Dies ist ein Schmerz für die Eltern, für die
Verwandten, für Freunde und für uns alle.
Das Sterben an den EU-Außengrenzen zählt seit 1988 mehr als 10.000
Menschen, besonders Afrikaner. Dadurch leben Millionen Menschen in Trauer.
Dr. Lawson mit seinem Büro für Interkulturelle
Projekte Stendal hat seine Afrikanische Messe (Requiem) für die
Ertrunkenen gestaltet, um das Bewusstsein für diese Problematik zu wecken.
Sie beschreibt die Hoffnung und Verzweiflung, Angst und Freude, Bitten und
Empfangen, die Suche nach Frieden in Gott.
Diese Messe soll Nord und Süd zusammenbringen, Grenzen überwinden und das Verbindende zwischen den
Welten offen legen. Diese Menschen sind keine Kriminellen, und sie wollen
nicht unsere Sozialsysteme ausnutzen. Sie wollen hier arbeiten, um ihre
Familien im Heimatland ernähren zu können, denn dort ist ihnen ihre
Lebensgrundlage entzogen – nicht zuletzt durch die globale Wirtschaft, die
um maximalen Profits willen ihre Geschäfte auf dem Rücken der armen Länder
dieser Erde macht.
Uraufgeführt wurde die Messe im Oktober 2009 anläßlich des 10jährigen
Bestehens des Afrikakreises Stendal. Weitere Aufführungen in mehreren
Bundesländern sollen in diesem Jahr noch folgen.
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