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Von China bis Ruanda

Ein spannendes Wochenende mit internationalen Studenten


Vom 16.-18. April weilten sieben Studenten der Theologischen Hoch- schule Friedensau bei Magdeburg auf Einladung des Ökumenischen 1Welt-Kreises in Ruhla.
Mit viel Liebe und Einsatz hatten die Mitglieder des 1Welt-Kreises diese Tage vorbereitet und so freuten wir uns über das Zusammensein, die gemeinsamen Erlebnisse und die Gespräche, die den – leider viel zu wenigen – Besuchern des offenen Abends am Sonnabend und des Gottesdienstes am Sonntag einen neuen und vielfältigen Einblick in Leben und Alltag von jungen Leuten aus China, Nepal, Thailand, Burma, Georgien, Äthiopien und Ruanda gab.
Am Freitag erlebten wir zusammen das wundervoll entspannende und besinnliche Konzert mit indischer Musik. Danach war noch ein wenig Gelegenheit, sich mit den beiden Musikern zu unterhalten. Besonders Kris aus Nepal und einer der Musiker, Pankaj aus Indien, freuten sich, so fern der Heimat in einer ihnen vertrauten Sprache kommunizieren zu können.
Am Sonnabendvormittag führten wir unsere Gäste ins mini-a-thür und auf den Alexanderturm. Der Nachmittag war ganz den Vorbereitungen des Abends gewidmet. Jeder Student hatte eine kleine Vorstellungspräsentation vorbereitet, Xuran, die Chinesin kochte fleißig mit Unterstützung aller und schließlich war es so weit: der Abend begann. Die drei Stunden vergingen wie im Flug, war doch vieles zu sehen und zu hören, was uns Mitteleuropäern weithin unbekannt ist. Die Geschichte der jeweiligen Länder, die Situation religiöser Minderheiten in diesen Ländern, die eigenen Erfahrungen der jungen Leute in ihrer Heimat und hier in Deutschland, oder auch die überaus interessante Erläuterung der Zusammensetzung chinesischer Schriftzeichen und ihrer Bedeutung. Sicher hätte der Abend noch viel länger gehen können. Doch irgendwann ist eben auch das schönste Erlebnis vorüber.
Der Sonntag brachte ein seltenes Erlebnis für die Gottesdienst- besucher. Alle Studenten waren in die Gestaltung des Gottesdienstes einbezogen. Robert aus Burma hielt die Predigt und es war sehr interessant zu hören und zu erleben, wie ein Christ das Wort Gottes liest und auslegt, der aus einem Land stammt, in dem Christen verfolgt werden.
Während der Fürbitte beteten wir zusammen mit den jungen Leuten und jeder sprach ein kurzes Gebet in seiner Sprache. Ein überwältigendes Erlebnis, wie groß und weltumspannend die Gemeinde der Christen ist.
Nur zu schnell war das Wochenende vorüber und schon hieß es Abschied nehmen. Mit guten Segenswünschen entließen wir die jungen Leute wieder aus unserem Ort und hoffen, dass wir uns vielleicht eines Tages in Ruhla wieder sehen. Dann würden wir uns freuen, wenn mehr Einheimische Interesse an einer Begegnung zeigen. Denn wir leben zusammen auf dieser einen Welt und sind aufeinander angewiesen. Die weltweiten politischen Wirren zeigen wie wichtig es ist, miteinander zu reden. Desinteresse und Gewalt hingegen werden unsere Welt zerstören.
Zum Schluß ein großes Dankeschön allen Mitgliedern des 1Welt-Kreises und den Quartiereltern, die den Studenten ihre Gastfreundschaft erzeigt haben.