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Investitur in der Partnergemeinde Hildrizhausen


Für den Sonntag, den 12. September hatte die Evangelische Kirchgemeinde Ruhla eine Einladung ihrer Partnergemeinde in Hildrizhausen nahe Stuttgart erhalten. Nach dem Weggang des bisherigen Pfarrers Tobias Neumann, mit dem uns freundschaftliche Beziehungen verbinden, sollte der neue Pfarrer an diesem Sonntag feierlich eingesetzt werden. Die Chance, als Partnergemeinde „von Anfang an dabei zu sein“, dem Pfarrer Grüße aus Ruhla zu über­bringen und so zu zeigen, dass die Bezie­hungspflege mit Hildrizhau­sen der Rühler Kirch­gemeinde wichtig ist, wollte man sich nicht entgehen lassen. So wurde beschlossen, eine Abordnung aus Ruhla nach Hildrizhausen zu senden. Zu fünft machte man sich am Samstag auf den Weg, Frau Fromman, Frau Herrmann, Frau Ortmann, Pfarrer Reuther und seine Frau, - im Gepäck jede Menge guter Wünsche, ein Buch über Ruhla und den guten echten Rühler Bärwurzschnaps von unserem Kräuterhexchen. Beeindruckend war wieder die herzliche Aufnahme durch die „Hausener“ Gastfamilien, die für den Samstag Abend noch einen gemütlichen Hüttenabend organisiert hatten, an dem in Anbetracht des besonderen Festes am nächsten Tag eine erstaunlich große Runde teilnahm. Am Sonntag ging es denn auch schon früh los, denn für die Vorbereitung des Gottesdienstes waren alle in der Kirche engagierten Menschen eingebunden. Man spürte, dass die Hildrizhäuser Gemeinde gespannt auf die erste Predigt, überhaupt auf den neuen Pfarrer war und wir Gäste aus Ruhla konnten gar nicht anders, als uns anstecken zu lassen. Und es war wahrhaftig ein erlebnisreicher und interessanter Gottesdienst, den wir da miterleben durften. Dekan Homann aus den benachbarten Herrenberg hatte die Leitung, der Kirchenchor gestaltete die Stunde musi­kalisch mit, auch die Orgelmusik war festlich ausgewählt. Zur Investitur wurden im Gottesdienst Zeugen für den neuen Amtsinhaber gehört, die über seine bisherige Arbeit und Wirkung berichteten, bevor Pfarrer Andreas Roß feierlich in sein neues Amt eingeführt wurde. Wir erlebten die wortgewaltige Predigt eines optimistischen Mannes, der anstecken möchte, die Menschen für die Bibel zu interessieren, der Christ-Sein modern leben möchte und aus dieser Kombination heraus praktikable, vielleicht manchmal neue Ideen und Wege finden wird, seine Gemeinde fröhlich, lebendig und strahlkräftig zu machen. Warum man sich nicht Sorgen muss und wie man das anstellt, das war das Thema seiner Antrittspredigt, den Kirchturm der Niko­medes-Kirche zu einem Anti-Sorgen-Symbol zu machen, das wäre ein Ideal. Vor allem in seiner Predigt hatten die Rühler Besucher Gelegenheit, sich ein Bild von Pfarrer Roß zu machen. Nach dem Gottesdienst gab es noch einen Empfang unter freiem Himmel, Grußworte wurden gesprochen und man hatte kurz Gelegenheit, sich in einer kleineren Gruppe zu unterhalten. Da wurde deutlich, dass sowohl Pfarrer Roß als auch die Gemeinde sich sehr über den Besuch aus Ruhla gefreut haben. Wir hoffen, dass die Gegeneinladung zum Kirchenjubiläum im nächsten Jahr reichlich berücksichtigt wird und wir dann unsererseits wieder Gäste aus Hildrizhausen in unserem Ort begrüßen können.

Andrea Reuther