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Baumpflanzaktion – 1Welt-Kreis in Wittenberg


„Auch wenn ich wüßte, daß morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“

… das sagte Martin Luther einmal zu seinen Lebzeiten.
 

Am Sonntag, dem 11. März 2012, machten sich drei Mitglieder des ökumenischen Eine-Welt-Kreises aus dem Erbstromtal auf den Weg nach Wittenberg.
Gut angekommen besuchten wir einen lebendigen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche, in der Martin Luther seinerzeit predigte.
Im Anschluss daran führte uns unser Weg in den Luthergarten - einem sehr schön angelegten Park, der sich vor den Wall­anlagen der Stadt befindet.
Der Park ist ein Projekt der lutherischen Kirchen der Welt. Bis zum 500jährigen Reformationsjubiläum 2017 sollen dort insgesamt 500 Bäume gepflanzt werden.
In der Mitte des Parkes kann man einen Platz erkennen, der in der Form einer Lutherrose angelegt ist.
Von diesem Platz aus führen sieben Wege symbolisch in die Welt hinaus. Entlang dieser Alleen stehen Bäume aus ver­schiedenen Kontinenten und Regionen des Lutherischen Weltbundes.
Kirchen aus aller Welt und aller Konfess­ionen - aber auch kirchliche Institutionen und Gemeinden können - in einer symbolischen Baumpflanzaktion - eine Patenschaft für einen solchen Baum übernehmen.
Im Anschluss daran wird in der eigenen Gemeinde ein Partnerbaum gepflanzt, der auf den Baum im Luthergarten Bezug nimmt.
Am vergangen Sonntag trafen sich in Wittenberg Vertreter aus 19 Kirchen verschiedener Kontinente. Baumpatenschaften übernahmen an diesem Tag die:
 

  Christlich-Protestantische Angkola-Kirche in Indonesien
  Evangelisch-Lutherische Kirche in Simbabwe
  Lutherische Kirche Senegals
  Lutherische Kirche Ruandas
  Northwestern Pennsylvania Synod in der Evangelisch Lutherischen Kirche von Amerika
  The Synod of Alberta and the Territories in Kanada
  Eastern Synod der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada
 

Gemeinsam mit John Rutsindintwarane, dem Generalsekretär der Lutherischen Kirche Ruandas, pflanzten wir den Baum Nr. 26, einen Ahorn. Kinder aus der Gemeinde in Wittenberg gossen die Bäumchen liebevoll an. Nun kann er wachsen und gedeihen und zur Freude vieler Generationen von Menschen, die den Park besuchen, dienen. Es war eine würdige Stunde mit Gebeten und Gesang. Allerdings war es so kalt, dass uns die afrikanischen und indonesischen Mitpflanzer sehr leid getan haben.

Leider blieb eigentlich keine Zeit, mit John ins Gespräch zu kommen, da die Gruppe vom Lutherischen Weltbund gleich im Anschluss zum nächsten Termin weiter gereist ist. So verabschiedeten wir uns von John. Nun sind wir gespannt auf das kommende Wochenende, an dem wir John bei uns in Ruhla in der Gemeinde als Gast begrüßen können.
Der Kontakt zu ihm war während des Klausurkovents der kirchlichen Mitarbeiter des Kirchenkreises Eisenach-Gerstungen im Herbst 2011 zustande gekommen. Die Mitarbeiter besuchten das Zentrum des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg. Bei dieser Gelegenheit kamen der Leiter des Zentrums, Pfr. Kasch, und Pfarrer Reuther ins Gespäch über das Projekt „Luthergarten“ und dort wurde die Idee geboren, die Lutherische Kirche in Ruanda einzuladen, einen Baum im Luthergarten zu pflanzen.