Startseite Gemeindeleben Bilder und Berichte 2013

Mitteldeutscher Kirchentag, 22. September 2013

„Mit einem Fuß im Paradies“


Noch nie hatte ich einen Kirchentag erlebt. Endlich wollte ich mir dieses Ereignis einmal gönnen und so fuhr ich am Sonntag, den 22. September 2013, um 10.17 Uhr ab Wutha Bahnhof mit der Regionalbahn nach Weimar und von da nach Jena. Die Fahrt hatte gut geklappt so, dass ich mich der bevorstehenden Ereignisse am Kirchentag widmen konnte.
Etwa 100 Veranstaltungen in 24 Stunden für Jung und Alt sollten stattfinden. Mit Bibelarbeiten, Musik, Klein-Kunst, Vorträgen, Diskussionen, Nacht der Kirchen und dem Markt der Möglichkeiten, das gesamte Angebot konnte man nicht in einem Tag bewältigen.
Bei den Bibelarbeiten, Diskussionen und Gottesdiensten ging es um Themen wie Umweltangagement, Wirtschaft, Rechtsextremismus und Flüchtlinge.
In der Stadtkirche gestaltete Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht vor 200 Zuhörern eine Bibelarbeit. In der Innenstadt fand ein „Markt der Möglichkeiten“ statt. Dort präsentierten sich an gut 80 Ständen kirchliche, diakonische und lokale Initiativen.
Hier war auch der „Eine-Welt-Kreis“ aus Ruhla mit einem Stand sowie mit sechs Mitgliedern vertreten. Pfarrer Gerhard Reuther als Leiter dieses Kreises mit seiner Gattin Andrea Reuther, Annett Hunstock, Gabriela Barton, Randy Anderson und Dr. Jens Moor aus Erfurt.
Auf Fragen der Gäste über das Projekt wurde von den Mitarbeiten sachkundig und kompetent Auskunft erteilt, auch konnten einige Souveniers verkauft werden, was dem Projekt zu Gute kommt.
 

Landesbischöfin Ilse Junkermann rief in ihrem Abschluß-Gottesdienst zur Abkehr von einem Wachstumsideal sowohl im persönlichen, als auch in Gesellschaft und Wirtschaft auf. Der Mensch müsse zu seinen Grenzen zurückfinden und sich als Teil der Schöpfung und Mitgeschöpf verstehen. Eine sehr weise u. berechtigte Empfehlung, wie ich meine.
Der Mitteldeutsche Kirchentag in Jena wird für mich mit einem positiven und nachhaltigem Gefühl noch eine geraume Weile in Erinnerung bleiben.
                                                                                                                                      Ilse Böttinger