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Die hohen Berge beeindruckten die Schüler

Eine-Welt-Kreis lädt Schülergruppe aus Litauen nach Ruhla ein


Einen eindrucksvollen und abwechslungs­rei­chen Tag erlebte eine Schülergruppe eines Gymnasiums aus einer Kleinstadt im Norden Litauens am Samstag in Ruhla. Auf Einladung des ökumenischen Eine-Welt-Kreises des Erbstromtales weilten die neun Mädchen und ein Junge im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sowie ihre zwei erwachsenen Begleiter in der Bergstadt. Pfarrer Reuther begleitete sie zu den einzelnen Stationen und durch den Tag.
Im Uhrenmuseum erfuhren die jungen Leute viel über die einstige Uhrenproduktion in Ruhla. Gleich nach dem interessanten Vortrag und Rundgang durch das Museum konnten sie in der Schauwerkstatt in der Marienstraße 1 sogar mal die Lupe aufs Auge zwicken. Lothar Schaefer erläuterte ihnen, wie Uhren repariert und montiert wurden, zeigte ihnen historische Spieluhren und konnte erzählen, wie das Uhrenhandwerk heute noch bedeutet. Nach der Mittagspause im Schützenhaus Ruhla ging es in die Winkelkirche St. Concordia, wo es neben dem Ausflug in die Geschichte der Kirche auch eine gemütliche Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen stattfand. Den Kuchen für die Gruppe hat Café Jung aus Ruhla kostenlos zur Verfügung gestellt. [
Wir danken Herrn Paust für seine engagierte Führung, und mit ihm dem Uhrenmuseum, sowie dem Schützenhaus für ihre freundliche Unterstützung! – (Anm. Pfr. Reuther)]
Am Rande der Exkursion nach Ruhla sprachen wir mit der Leiterin und Dolmetscherin der Gruppe, Gilma Plukiene. Sie ist Lehrerin für Deutsch am genannten Gymnasium in Litauen.
 

RZ: Frau Plukiene, wie kam es zu dem Besuch in Ruhla?
Gilma Plukiene: Wir fahren regelmäßig nach Deutschland, um die Sprache, die die Kinder in der Schule lernen, auch zu erleben. Da ich schon Kontakte nach Eisenach hatte und wir hier eine sehr günstige Unterkunft gefunden habe, kam diese einwöchige Reise zustande. Kontakte habe ich auch seit einigen Jahren zu Pfarrer Reuther nach Ruhla, der uns dann eingeladen hat.
 

RZ: Wie werden die Kinder ausgewählt, die mit nach Deutschland fahren können?
Gilma Plukiene: Sie gehören zu den besten Schülern, zeichnen sich aus durch Fleiß, Motivation, durch Hilfsbereitschaft. Die Reise nach Deutschland ist für sie eine große Auszeichnung.
 

RZ: Wie gefällt es Ihnen und den Schülern in Eisenach und in Ruhla?
Gilma Plukiene: Wir sind begeistert! Wir erleben viel Kultur, können uns sehr viel anschauen und sind glücklich, dass es so viele Leute hier gibt, die uns freundlich empfangen und betreuen. Sehr beeindruckt sind die Kinder von den hohen Bergen hier, die gibt es bei uns nicht so!
 

Gilma Plukiene arbeitet als Deutschlehrerin auch eng mit dem Goethe-Institut zusammen und jedes Jahr zwei Mal in Deutschland. Sie mag Thüringen ganz besonders und hat zu Ruhla eine besondere Beziehung: Sie hat den Kirchenführer für die Concordia-Kirche vom Deutschen ins Litauische übersetzt. „Die Sprache ist eng mit der Landeskunde verbunden. Deshalb sollen die Kinder auch das Land kennenlernen, dessen Sprache sie in der Schule als Fremdsprache lernen“, ist ihre Auffassung.                                           siro