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Erstes Treffen der Paten ruandischer Kinder fand in Ruhla statt


Am 26. Oktober 2013 fand in Ruhla das erste Treffen von Paten des Bildungspatenschafts-Projekts in Ruan­da statt, welches gemeinsam von EPIC und dem Ökumenischen 1Welt-Kreis im Erbstromtal betrie­ben wird. Von den 56 Paten und Vereinsmitgliedern aus Deutschland und der Schweiz fanden sich 12 Personen im Concordia-Pfarrhaus zu einem interessanten und gemüt­lichen Abend ein.
Die Teilnehmer stellten einander kurz vor, erzählten, wie sie von dem Patenschaftsprogramm erfahren haben, was sie dazu bewog, eine Patenschaft zu übernehmen und was sie mit ihrem Patenkind bislang erlebt haben. Unter den Anwesenden war auch Herr Gössel, welcher im Jahr 2007 mit seiner Frau die allererste Patenschaft für zwei gehörlose Mädchen übernommen hatte. Die beiden Mädchen verkörpern neben anderen geförderten Kindern die Erfolgsgeschichte des noch jungen Patenschaftsprogramms, aber es darf nicht verschwiegen werden, daß im Lauf der Jahre einige wenige Patenkinder aus unterschiedlichen, überwiegend tragischen bzw. mysteriösen Gründen ihre schulische Ausbildung nicht vollendet haben. Gleichwohl war auch in diesen Fällen die Unterstützung nicht vergeblich, wie eine betroffene Patin sagte, denn die schulische Bildung, die die Kinder genossen haben, wird ihnen in jedem Falle in ihrem Leben helfen.
Pfarrer Reuther berichtete im Anschluß vom aktuellen Stand des Programms. Auch ein eigens für das Patentreffen produziertes kleines Grußvideo wurde gezeigt, in dem u.a. einige Patenkinder, darunter drei gehörlose, einige Grußworte an die Pateneltern richteten. Das war für die anwesenden Paten schön und ermutigend, diese Zeugnisse von Kindern zu hören, die durch die Patenschaft eine einzigartige Lebens-Perspektive bekommen.
Nach dem Abendbrot schloß sich eine offene Gesprächsrunde an, in der weitere Erfahrungen und Ideen ausgetauscht wurden, wie man das Patenschaftsprogramm einer noch größeren Öffentlichkeit nahebringen und Paten, Spender und Fördermitglieder für EPIC gewonnen werden können. Denn darin waren sich alle Anwesenden einig, daß das Patenschaftsprogramm nicht nur erfolgreich arbeitet, sondern daß es eine schöne und wichtige Aufgabe ist, Kindern den Weg zu einer hoffnungsvollen Zukunft zu eröffnen, die normalerweise auf Grund ihrer sozialen oder gesundheitlichen Situation keine Chance hätten, jemals ein unabhängiges und menschenwürdiges Leben zu führen.
Wir hoffen, daß in der nun nahenden Weihnachtszeit Menschen ihr Herz öffnen und die Kinder unterstützen, die durch keinerlei soziale Strukturen aufgefangen und gefördert werden, wie wir sie in der sogenannten Ersten Welt kennen. Möglichkeiten dazu bieten sich für jeden, der einfach helfen will. Reich an Geld muß man dazu nicht sein – reich sein an Liebe genügt. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam die gefährdeten Kinder Ruandas zu unterstützen!
                                                                                                       Evangelische Kirchgemeinde Ruhla
 

                                                                                                       Gruppenfoto: Peter Rossbach