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Weltgebetstag in der Hörselberghalle

„Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“, Frankreich im Mittelpunkt


Wutha-Farnroda. Rund 200 Christen versammelten sich am 1. März in der Hörselberghalle, als der Ökumenische Eine-Weltkreis im Erbstromtal, die Kirchgemeinden der Erbstrom-Hörselregion und weitere Gläubige aus dem Umland den diesjährigen Weltgebetstag (WGT) begingen. Dieser stand unter dem Motto „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ und ganz im Zeichen des traditionellen Einwanderungslandes Frankreich; die Trikolore leuchtete ringsum an den Wänden und ein kleiner Papier-Eiffelturm stand auf jedem Tisch. Frauen aus Frankreich haben diesmal weltweit den Weltgebetstag vorbereitet, im Mittelpunkt der mit Altar, Kerze und weiteren Paramenten ausgeschmückten Zeremonie standen sieben Frauen, die über ihre Herkunft, Tätigkeit und Erfahrungen bei der Migration in unserem Nachbarland berichteten.
Frauen aller Konfessionen hatten weltweit zum Gottesdienst eingeladen. Die Kernfrage lautete: „Wie kann jede und jeder einzelne von uns zu einer Kultur des Willkommens beitragen?“
Zum Inhalt: „Sechs Frauen mit Schals in den warmen Farben des Titelbildes symbolisieren die Vielfalt der Herkunft der Frauen, die diese Gottesdienstordnung geschrieben haben. Eine siebte Frau mit grauem Schal kommt zögernd und unsicher um sich blickend auf die sechs Frauen zu“. Der Chor und die Musiker zelebrierten die Lieder. Und Alle sangen zum Teil auch gemeinsam mit. Für das leibliche Wohl aller zum Gottesdienst Anwesenden wurde mit einem leckeren Abendmahl aus der französischen Küche bestens gesorgt.

Durchs Programm führte neben Pfarrerin Gesine Staemmler auch Chorleiterin Margarete Hoensch, die den abschließenden gemeinsamen Tanz zelebrierte. Einige Liedpassagen gab’s auf Französisch und es wurde das „Vater unser“ gebetet. Die von den Konfirmanden und Vorkonfirmanden eingesammelte Kollekte in Höhe von mehr als 656 Euro dient einem mildtätigen Zweck: Frauen- und Mädchenprojekte in der ganzen Welt sollen unterstützt werden. Die WGT-Arbeit will damit zur Überwindung von Diskriminierung und zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen beitragen.
Es gibt auch schon einen Ausblick auf den Weltgebetstag 2014: Er soll im Zeichen von Ägypten stehen, kündigt das Weltgebetstagskomitee an. In dem bevölkerungsreichen Land am Nil leben rund zehn Millionen koptische Christen, die als religiöse Minderheit keinen leichten Stand haben.
                                                                                                                                               K. Fink
 
(gekürzt mit Einverständnis des Autors – Bilder: 1. Reihe links: K Fink; 1. Reihe rechts und 2. Reihe: S. Reinhardt)



Wie immer war auch der Ökumenische 1Welt-Kreis im Erbstromtal mit seinem Informationsstand anwesend, der diesmal ganz aktuelle Nachrichten aus dem Projektland Ruanda bot, denn Mitte Februar waren zwei Mitglieder des Kreises von einer Evaluationsreise aus Ruanda zurückgekehrt. Mit im Gepäck hatten sie wieder die beliebten Kreuze, die an diesem Abend gern von den Gottesdienstteilnehmern gekauft wurden. Die Kreuze werden aus den Astgabeln eines Busches hergestellt; der Verkaufserlös dient der Finanzierung des Bildungsprojekts in Ruanda.
                                                                                                                        Pfarrer Gerhard Reuther