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Ambulanter Hospizdienst Ruhla feierte 10jähriges Bestehen


Mit einem musikalischen Abendmahlsgottesdienst beging der Ambulante Hospizdienst Ruhla am Sonntag, 26.4., sein zehnjähriges Bestehen. In dem Gottesdienst wurden 8 ehrenamtliche Hospizbegleiter zu ihrem Dienst eingesegnet, nachdem sie im April einen entsprechenden Kurs erfolgreich abgeschlossen hatten. Und zwei Frauen wurden nach erfolgter Weiterbildung im Rahmen des Projekts „Hospiz macht Schule“ mit der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Lehrern beauftragt.
Im Anschluß an den Gottesdienst fanden sich die Hospizmitarbeiter und die Gottesdienstbesucher noch im Seitenschiff zu Kaffee und Kuchen zusammen. Unter den Gästen befand sich die Geschäftsführerin des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes, Frau Ilka Jope, die auch im Namen des Verbandes herzliche Grüße und Glückwünsche übermittelte. Der Leiter des Ruhlaer Hospizdienstes, Matthias Kleinsimon, gab einen kurzen allgemeinen Überblick über die Hospizarbeit in den letzten zehn Jahren und berichtete, wie dankbar die betreuten Menschen und ihre Angehörigen für diese Begleitung sind. Ferner nahm er die Gelegenheit, einigen Mitarbeitern des Trägers des Hospizdienstes, der Ev. Kirchgemeinde Ruhla, sowie dessen Kooperationspartners, der Pflege-Oase Ruhla, für ihre treue und engagierte Mitarbeit und Unterstützung zu danken.
Der Hospizdienst fängt dort an, wo medizinischer Pfle­ge­dienst aufhört und aus finanziellen sowie zeitlichen, also markt­wirt­schaft­lichen Gründen aufhören muß. Darüber bleibt trotz aller Bemühungen vielfach die ganzheitliche Fürsorge um die anvertrauten Patienten auf der Strecke. Diese Lücke zu schließen, nämlich Menschen in der letzten Lebensphase zu betreuen und pflegerisch zu versorgen, ihnen die Gelegenheit zu geben, letzte Wünsche äußern, dringende Angelegenheiten klären sowie Gesprächs- oder Schweigepartner an ihrer Seite haben zu können, oder wer noch etwas aussprechen möchte, das ihm auf der Seele liegt, gegenüber einem Pfarrer die Beichte ablegen und in einer Hausandacht das Heilige Abendmahl empfangen zu können, ist Aufgabe und Ziel eines christlichen Hospizdienstes. Dieser Dienst kann von allen Menschen in Anspruch genommen werden, unabhängig von ihrer Weltanschauung.
Es ist zu wünschen, daß sich die Menschen frühzeitig mit der Arbeit des Hospizdienstes vertraut machen, denn sie wird künftig an Bedeutung gewinnen. Wer den Hospizdienst in Anspruch nehmen oder sich mit seiner Arbeit vertraut machen möchte, kann sich gern an Herrn Kleinsimon wenden unter der Telefonnummer: 0173 3 52 86 30.