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Rühler Lichter-Weihnacht


In diesem Jahr war alles etwas anders. Die Stadt Ruhla lud am 3.12. erstmalig zur Rühler Lichter­weih­nacht an, eine sehr schöne Idee, die dem alljährlichen Weihnachtsmarkt der Stadt nicht nur einen sehr stimmungsvollen, sondern auch spirituellen Charakter verlieh.
Dazu gab es eine organisatorische und zeitliche Veränderung, die dem Verlauf des Nachmittags gut getan hat. Der Markt begann erst um 16 Uhr statt, wie früher, um 14 Uhr, und es waren weniger Verkaufsstände aufgebaut, wodurch das gemein­schaft­liche bzw. gesellige Element gegenüber dem konsum-orienterten Charakter gestärkt wurde.
Und sehr schön: der Weihnachtsmann kam auf einem Pferd geritten!
Natürlich gab es Angebote für die Kinder wie immer, was sehr wichtig ist. Und selbstverständlich war auch wieder unser Ökumenischer 1Welt-Kreis mit seinem Angebots- und Info-Stand vertreten, der rege besucht wurde. Wir danken allen, die für einen Moment an unserem Stand verweilt und unser Bildungs-Projekt in Ruanda unterstützt haben. Sie haben wieder benachteiligten Kindern in Ruanda ein Stück Hoffnung und Licht gegeben.
Licht: ja, das war das Thema des heurigen Weihnachtsmarktes. Nicht nur das Farb­wechsel­spiel der LED-Scheinwerfer von Fa. Ittermann gab dem Markt eine besondere Note, sondern vor allem die zahlreichen Kerzen und Teelichter, die unter der Linde am Markt im Laufe des Nachmittags und Abends von den Besuchern abgestellt wurden. Ihr Licht strahlte in die Dunkelheit und symbolisierte damit den Willen der Einheimischen, das Licht der Freude und des Friedens in die Welt zu tragen - zumindest aber doch erst einmal in unsere kleine Welt des Alltags.
Da menschliche Kräfte allerdings begrenzt sind, versicherten wir uns der Hilfe dessen, der das Licht der Welt ist: Jesus Christus. Darum schloß die Lichterweihnacht mit einer kurzen Andacht unter der Linde, zu der noch viele Ruhlaer zusammen­kamen, obwohl es schon zu vorgerückter Stunde war. Die Andacht klang mit dem „Sanctus“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert aus, gespielt von den Original Erbstromtal Musikanten. Wie ein Teppich legte sich die schöne Musik über den Markt. Hoffen wir, daß ihre Botschaft die Herzen der Menschen erreicht, erwärmt und dann auch ihr Leben bestimmt.
Zuguterletzt rief der Ruhlaer Nachtwächter die Nachtruhe aus und die Menschen verließen den Platz, um in ihre Häuser zu streben.
Viele sagten, daß ihnen diese Form des Weih­nachts­maktes gut gefallen hat und wünschten sich eine Wiederholung. Dem können wir uns nur anschließen.