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Churchnight wurde zur echten Kirchennacht


Am Vorabend des Reformationsfestes belebt sich das Seitenschiff unserer Kirche mit einem Strom von Menschen nahezu aller Altersklassen. Denn es gibt die "churchnight".
Heuer hatte es sich irgendwie herumgesprochen, daß es die ganze Nacht durchgehen sollte. Naja, kein "Durchmachen", aber Kirchenschlaf sollte es mal wieder geben. Nein, nicht den, in welchen man bei einer "langweiligen" Predigt verfällt , sondern so richtig mit Übernachten in der Kirche. Das ist doch mal was anderes als "immer nur zu Hause" im kuschligen Bett.
Aber gehen wir zurück auf Anfang.
Um 18 Uhr eröffnete Pfr Reinhardt aus Seebach die churchnight mit einem Gottesdienst für Jung und Alt. Verstärkung hatte er sich von einigen Jugendlichen geholt, die ein kleines Anspiel zum Thema machten. Danach Umbau zu einer Tafel, an der alle Platz fanden, um die köstlichen (Kürbis)Suppen zu genießen, bevor die Theaterguppe "nie erwachsen" aus Wutha-Farnroda eine köstliche Parodie auf DSDS aufführte, hier natürlich "Deutschland sucht den Jugendstar" genannt.
Gespannt verfolgten die Zuschauer (Altersgruppe 5 und aufwärts) dieses lustige Theaterspiel, das indes eine "ernste" Pointe hatte: frei formuliert, es ist nicht wichtig, was du bist, sondern wer du bist; und das stellt sich jenseits von "Stars- und Sternchen-Shows" heraus.

Dann wieder Umbau! Das Kirchenschiff wurde für die Nacht vorbereitet, Isomatten oder Matratzen ausgerollt, Schlafsäcke und "Proviant" zurechtgelegt für das folgende Programm und die - mehr oder weniger lange - Nachtruhe .
Doch bevor man sich bettete, stiegen die ganz Mutigen erst einmal hinauf in den Turm, um von dort oben einen wunderbaren Blick über das nächtliche Ruhla zu genießen. Kalt wehte der Wind und so war der Aufenthalt dort oben nur von kurzer Dauer. Und noch nicht einmal unserem Pfarrer Feuchter sind wir begegnet...
Zurück im wohlig warmen Seitenschiff lagerten sich Groß und Klein, um zu vorgerückter Stunde einen Film anzusehen. Hatte sich jetzt Müdigkeit eingestellt? Mitnichten! Noch lange saßen die Jugendlichen zusammen und schwatzten, kicherten und arbeiteten an der Vervollkommnung ihrer viereckigen Augen (vermittels Dauerstarren ins Handy), bis zu später, nein, früher Stunde der Schlaf auch den letzten übermannt hatte.
Und doch waren die meisten schon wieder beizeiten wach am Morgen. Ein gemeinsames Frühstück beschloß die churchnight und mir scheint, es hat allen Spaß gemacht.
Naja, wann hat man auch schon mal Gelegenheit, mehr als 12 Stunden in einer Kirche zu verbringen ...