Tsunami Hilfe – Verschwendung und Korruption:
Die andere Seite


WelleEs war ein schreckliches Ereignis an Weihnachten 2004: eine Flutwelle überrollte tausende Kilometer von Land in Süd-Ost-Asien. Die Bilder waren wirklich bedrückend – und die Spendenaufrufe nahmen nicht ab.
Unsere Solidarität wurde beschworen, und gewiß zu Recht. Die Freude über die weltweite Anteilnahme hätte ungetrübt sein können, wäre da nicht die andere Seite.

Inzwischen sind längst andere Brennpunkte in der Welt entstanden - obwohl die alten häufig weiter bestehen, nur eben nicht mehr "interessant" sind - , haben sich neue Skandale ereignet und doch bleibt der "run" der Hilfsorganisationen auf den Spender bzw. den Spendenmarkt ungebrochen. Immer neu wird uns vor Augen geführt, wie nötig es die Kinder – und andere Menschen – dieser Welt haben, daß wir sie nicht vergessen.

Aber gerade deswegen sollten wir uns klar machen, daß die, die an unser Mitgefühl appellieren, vor allem auch auf dem "Markt des Mitleids" operieren, bei dem es um Milliarden geht!!
Und da gibt es leider auch viel "Ungereimtes", um es einmal euphemistisch auszudrücken.

Nicht nur die Verwaltung von anvertrauten Spenden(Millionen) erfordert einen verantwortungsvollen Umgang. Zuvor steht die Verantwortung des Spenders!
Sie entscheiden wesentlich mit, was mit Ihrer Spende geschieht, indem Sie entscheiden, welcher Organisation Sie Ihre Spende anvertrauen.
Ich habe seit Weihnachten 2004 etwas verfolgt, was gewöhnlich nur marginal in den Medien laut wird (wenn es sich nicht gerade um große Skandale handelt): die Schattenseite dieses Milliardenmarktes. In einer zip-Datei, die Sie hier downloaden können, finden Sie in 4 pdf-Dateien (Sie benötigen dazu den Acrobat-Reader) einige Informationen dazu.
Die Recherchen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit diesem Kommentar soll auch nicht gesagt werden, daß Hilfsorganisationen generell keine gute Arbeit leisten oder nicht unterstützt werden sollten.

Vielmehr möchte ich zur Wachsamkeit aufrufen und für das Engagement kleinerer Organisationen und Aktionen werben, die nicht im Rampenlicht stehen und auch keine Millionen bewegen, aber oft wesentlich effektiver sind und obendrein eine deutlich transparentere Arbeit leisten, als große, international agierende, Organisationen.

Pfr. Reuther

Und zum Schluß zwei Cartoons zum Nachdenken: