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Rafting für Ruanda


Thüringer Allgemeine  (Sömmerda) 04.02.2009

Rafting für Ruanda
 

Scheckübergabe des Kanu-Clubs für Jugendarbeit / Projekt in Afrika den Mitgliedern vorgestellt

Zwei überdimensionale Schecks über jeweils 500 Euro wechselten gestern Abend im Bootshaus symbo­lisch den Besitzer.
 

SÖMMERDA. Eigentlich steht beim Rafting der Spaß im Mittelpunkt. „Doch soll man andere dabei nicht vergessen und teilen können. Unser Raftingrennen läuft deshalb immer auch mit dem Hintergrund, die Jugend zu fördern“, hob Matthias Finger, Vorsitzender des Kanu-Club Sömmerda (KCS) hervor. In der Regel würden zwei vereinsfremde Projekte unterstützt, eines in der Ferne und ein weiteres in der Region. Mehrere auf Spenden hoffende Interessenten hatten sich beworben. Über je 500 Euro durften sich schließlich das Jugendrotkreuz Sömmerda und die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Ruhla freuen, die sich in Ruanda für ein Jugendhilfsprojekt engagiert. Beim gestrigen Themenabend im Bootshaus wurde vor allem das internationale Projekt den Mitgliedern näher vorgestellt.
„Wir bauen mit an einem Kinder- und Jugendzentrum in Nyagatare” ist die Initiative der Ruhlaer überschrieben. „Das Projekt kümmert sich um junge Menschen, die gar nichts mehr haben, die in ein Loch gefallen sind, wie es sich kaum jemand vorstellen kann”, erläuterte Matthias Finger. Ihnen Schulunterricht und eine Berufsausbildung zukommen zu lassen, Aids-Prävention zu betreiben, Kindersoldaten Lebenshilfe, Mädchen und Behinderten besondere Förderung bieten zu können, genau darum gehe es mit dem Bau des Komplexes in Ruanda.
Themenabende organisiert der KCS jeden ersten Dienstag im Monat, „um Kontakt mit Jugendlichen aus Sömmerda und der Region zu knüpfen”, betonte der Vereinschef. Den nächsten gestaltet am 3. März KCS-Vize Ronald Krummrich. In einem Lichtbildervortrag möchte er Raftingaufnahmen des vergangenen Jahres sowohl aus seiner eigenen als auch der Sicht von Paddelkollegen präsentieren.

Jörg Heise

Thüringer Allgemeine (Sömmerda), 04.02.2009



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